LiveKomm fordert im neuen Mission Statement stärkere Unterstützung der Clubkultur in Deutschland

Die Live Musik Kommission, der Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. (kurz LiveKomm) veröffentlicht nach ihrer Klausurtagung in der Scheune Dresden ihr aktualisiertes Mission Statement und fordert Politik und GEMA zum Handeln auf.

Vom 27. bis 28.Mai  traf sich der geschäftsführende Vorstand der LiveKomm (Axel Ballreich, Magnus Hecht, Olaf Möller und Karsten Schölermann) in der Scheune Dresden um über die Zukunft und Ziele des Verbandes zu diskutieren. Während der zweitägigen Tagung wurde das bestehende Mission Statement überarbeitet und neue Forderungen für die kommenden Jahre formuliert.

So fordert die LiveKomm einen wirkungsvollen Kulturraumbestandsschutz sowie die Entwicklung von Basisfördermodellen der öffentlichen Hand für die privaten Musikbühnen Deutschlands. Die LiveKomm beruft sich hier auf das Positivbeispiel des Hamburger „Live Concert Account“ der in Zusammenarbeit mit der Hamburger Kulturbehörde, der Clubstiftung Hamburg, dem Clubkombinat Hamburg, RockCity Hamburg e.V. und der GEMA entwickelt wurde. Liveclubs können hier die Erstattung der GEMA-Zahlungen beantragen.

Des Weiteren wird die Forderung nach einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7% auch für gastronomische Kulturumsätze vorgebracht. „Wir werden allerdings kulturwirtschaftliche Kennziffern ermitteln müssen, um den Nachweis zu führen, dass die meisten unserer Betriebe ein Defizit mit Ihren Kulturveranstaltungen „erwirtschaften“. Dies wird in der Regel durch Verzicht auf Honorare, sowohl auf Künstler- als auch auf Betreiberseite, kompensiert. Diese Form von Selbstausbeutung wäre mit einer Korrektur der Mehrwertsteuer für die ebenfalls zur Quersubventionierung genutzten Getränkeverkäufe erheblich vermindert.“ Ist sich Karsten Schölermann, 1. Vorsitzender der LiveKomm, sicher.

Mit dem überarbeiteten Mission Statement bekräftigt die LiveKomm ihre 2013 veröffentlichten „Leipziger Forderungen“ sowie das kürzlich erschienende „Positionspapier zur Angemessenheit der GEMA-Tarife“.

LiveKomm Mission Statement

Die Pressemitteilung zum Download

Erfolgreiche Zusammenarbeit von GEMA & LiveKomm im Club- und Diskothekenbereich

Die im Rahmen der Berlin Music Week im September 2013 von GEMA und LiveKomm, dem Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. beschlossene Arbeitsgruppe, veröffentlicht ihre Ergebnisse. Das Ziel der Arbeitsgruppe bestand darin, die aktuellen Möglichkeiten bei der technischen Erkennung der gespielten Musikwerke in Clubs und Diskotheken auszuloten. Gemeinsam wurde hierfür der nationale und internationale Markt für maschinelle Erkennungsverfahren (Monitoring) analysiert. Gleichzeitig hat die Arbeitsgruppe das im Bereich des Diskothekenmonitorings von der GEMA angewandte Stichprobenverfahren verfeinert, um noch präzisere Ergebnisse zu erhalten.

Marktanalyse zu Monitoringverfahren – die Resultate

1. Als derzeit einzig relevantes Geschäftsmodell überzeugte in den Testläufen eine Kombination aus möglichst hoher technischer Erkennung von Musikwerken (Monitoring mit Hilfe sog. Monitoringboxen) und ein je nach Anbietersystem ergänzender Einsatz von Musikexperten, die bei der manuellen Nachrecherche nicht erkannter Musikwerke eingesetzt werden. Eine hundertprozentige technische Erkennung im Diskothekenmonitoring ist jedenfalls derzeit nicht möglich. Anbieter dieser Systeme arbeiten aber an Lösungen für eine höhere technische Identifikationsquote, über zukünftige Weiterentwicklungen werden sich GEMA und LiveKomm (gegenseitig) informieren.

2. Der Einsatz eines flächendeckenden Vollmonitorings der Tanzflächen in sämtlichen deutschen Clubs und Diskotheken würde zwar jede einzelne Nutzung erfassen, stünde jedoch außer Verhältnis zu den dadurch verursachten Kosten.

Weiterentwicklung des Stichprobenverfahrens

Nach der Ermittlung der wiedergegebenen Musikwerke durch das Monitoringverfahren gilt es, die durch die Stichprobe gewonnenen Daten auf die deutschlandweite Musiknutzung in Clubs und Diskotheken hochzurechnen. GEMA

und LiveKomm sind sich darüber einig, dass derzeit – auf der Grundlage der aktuellen technischen Bedingungen – ein Stichprobenverfahren das beste Mittel für die Ermittlung der in deutschen Diskotheken und Clubs wiedergegebenen Musikwerke darstellt. GEMA und LiveKomm erarbeiteten hier gemeinsam eine Verfeinerung des bis dahin angewandten Stichproben- und Hochrechnungsverfahrens. Diese Modifikation garantiert, dass die Monitoringboxen in urbanen und ländlichen Gegenden proportional zur Verteilung aller Tanzflächen in Deutschland aufgestellt sind. Somit können die in den Clubs und Diskotheken gespielten Musikwerke noch präziser erfasst werden.

Gemeinsamer Ausblick von GEMA und LiveKomm

Zusammenfassend möchten GEMA und LiveKomm die gute, vertrauensvolle und wechselseitig positive Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe hervorheben. Es ist gelungen, eine äußerst konstruktive Atmosphäre zwischen beiden Parteien zu etablieren. Somit wird das Ende der Arbeitsgruppe nicht als ein Abschluss, sondern als Auftakt eines kontinuierlichen und intensiven Informationsaustausches angesehen. Die Ergebnisse werden von GEMA und LiveKomm in einem noch abzustimmenden Rahmen gemeinsam präsentiert.

Pressekontakt GEMA
Ursula Goebel, Leitung Kommunikation
E-Mail: ugoebel@gema.de,
Telefon: +49 89 48003-426
Katharina Reindlmeier, PR-Managerin
E-Mail: kreindlmeier@gema.de,
Telefon: +49 89 48003-583

Olaf Möller, Politischer Sprecher im Vorstand
E-Mail: olaf.moeller@livekomm.org,
Telefon: +49 40 2351 8416

Pressemitteilung zum Download

Akademie der Clubkultur ist online

Mit der neuen Seite „Akademie der Clubkultur“ möchte die LiveKomm Ihren Mitgliedern aber auch Club-& Musikinteressierten ein weiteres Serviceangebot präsentieren. Neben den Links zu externen Informations- sowie Aus-und Weiterbildungsangeboten möchte die LiveKomm mit einer Sammlung von wissenschaftlichen Arbeiten zum Clubkosmos beginnen und diese auch zur Verfügung stellen. Gern nehmen wir daher wissenschaftliche Arbeiten entgegen, stellen aber auch gern Informationen und Ansprechpartner zur Verfügung. Bei Interesse oder weiteren Informationen ist die Hamburger Geschäftsstelle gern behilflich.

LiveMusikKommission e.V.
Kastanienallee 9
20359 Hamburg
Tel:040-2351 8416
Mail:info@livekomm.org

Position der LiveKomm zur politischen Diskussion über die Angemessenheit der GEMA-Tarife

Die LiveKomm regt eine politische Diskussion über die Angemessenheit der GEMA-Tarife an. Sowohl Rahmenbedingungen bestehender Tarifverträge gehören auf den Prüfstand, insbesondere aber auch die GEMA-Forderung nach 10% der Brutto-Türeinnahmen einer Veranstaltung.

Zu den Rahmenbedingungen: Die LiveKomm hält die Wand-zu-Wand-Bemessung für falsch, eine durchschnittliche Auslastungsquote von einem Gast pro qm für deutlich zu hoch. Letzteres sieht die Schiedsstelle im DPMA (Deutsches Patent- und Markenamt, April 2013) genauso: „eine Auslastung von 66% kann für Diskotheken unterschritten werden“. Den jeweils höchsten Brutto-Eintrittspreis am Abend als Berechnungsgrundlage heranzuziehen, führt ebenso an der Realität in Spielstätten vorbei (Gästeliste, Preisreduzierung im Verlauf des Abends etc.) wie es ungerecht ist, auf Umsatzsteuer noch GEMA-Gebühren zu zahlen.

Der gesellschaftliche Diskurs im Urheberrecht muss endlich darüber geführt werden, was wirklich und realistisch – von Seiten der Urheber UND Musiknutzer – angemessen ist. Das gebetsmühlenartige Wiederholen der GEMA-Forderung von „maximal 10% der Brutto-Einnahmen“ einer Veranstaltung (GVL wird in der Argumentation gerne außer Acht gelassen) macht´s nicht besser für Spielstätten. Als LiveKomm wissen wir, was bei Veranstaltungen und in Clubs als Gewinnmargen übrig bleibt. Wir halten daher maximal 5% abzüglich ggf. Rabatten für gerechtfertigt. Das wäre in einem zusätzlichen Koppeltarif an den U-K (Konzerttarif) als wählbare Alternative zum Pauschalvertrag zu prüfen.

Die urheberrechtliche Vergütung soll grundsätzlich 10% der Brutto-Türeinnahmen nicht übersteigen (vgl. diverse Entscheidungsvorschläge der Schiedsstelle im DPMA seit 1986), dies wird dort gerne auch als „langjährige Spruchpraxis“ bezeichnet. Dazu merkt die LiveKomm an:
1.Die Bemessungsgrundlage muss auf „netto“ geändert werden. Niemandem ist zu vermitteln, warum man auf Steuern GEMA zahlen soll.

2. Die GVL schlägt noch mal mit 30% zu Buche, es sind also 13% der Brutto-Türeinnahmen zu zahlen. Die Spruchpraxis ließe zu, dass man maximal 10% an Verwertungsgesellschaften zahlte, nicht allein an die GEMA.

3. Beim Konzerttarif U-K sind 5% bzw. 7,2% als angemessen betrachtet worden.

4. Diverse nicht repräsentative Erhebungen von LiveKomm oder anderen Organisationen zeigen, dass die Gewinnmargen bei Spielstätten oftmals im einstelligen Prozentbereich liegen, wenn überhaupt. 10% der Brutto-Einnahmen + GVL erscheint vor diesem Hintergrund deutlich zu viel. Und: auf welcher Grundlage, auf welcher Berechnung, welchen Umfragen oder Erhebungen beruht eigentlich diese Prozentzahl, wie wurde diese Forderung errechnet? Sie müsste der Realtität und nach entsprechenden Gutachten oder Erhebungen nachvollziehbar angepasst werden.

Eine weitere Forderung der LiveKomm gegenüber der GEMA seit Januar 2014 ist ein zusätzlicher Kulturrabatt. Clubs oder Spielstätten sehen sich oftmals eher als Kultur- denn als Wirtschaftsbetriebe, nicht rein kommerziell, und bieten spezielles, nachwuchsförderndes, aber damit auch risikobehaftetes Clubkulturprogramm. Viele Künstler wären heute nicht erfolgreich, hätten kulturelle Spielstätten ihnen nicht Auftrittsmöglichkeiten auch vor kleinem Publikum ermöglicht. Diese Nachwuchsarbeit sowie kulturelle Daseinsvorsorge muss durch einen hohen Kulturrabatt ermöglicht werden, deren Eckdaten die LiveKomm mit der GEMA aushandeln will. Derzeit siehst sich die GEMA nicht in der Lage, dieser Forderung zu entsprechen (Stand Februar 2014).
An die Politik wird sich die LiveKomm auch in Zukunft, ggf. gemeinsam mit anderen Verbänden, wenden, um z.B. im Urheber(wahrnehmungs)recht z.B. diesen Parameter zu ändern: Es muss z.B. der alte Tarif so lange gelten, bis der neue Tarif höchst instanzlich ausgefochten ist. Ansonsten passiert das, was seit Jahren passiert: die GEMA ist gesetzlich gestützt immer in der besseren Verhandlungsposition, da der Tarif ab dem Moment gesetzlich gilt, wo ihn die GEMA ausruft. Verhandlungspartner sind auf das Entgegenkommen der GEMA angewiesen, um Zwischenlösungen im Streitfall wie in 2013 zu verhandeln. Angesichts des Streitwerts muss sich mancher Verband juristische Schritte sehr genau überlegen, ob man sie sich leisten kann – die GEMA zahlt ihre Streitkosten einfach aus ihren Einnahmen. Auch hier gibt´s ein Ungleichgewicht bei Tarifverhandlungen. Auch die Rolle des DPMA als Aufsichtsbehörde müsste man überprüfen nach dem Super-Gau 2012.

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat z.B. in einem Antrag vom 05.06.2013 (Drucksache 6/1953) beschlossen, dass die dortige Landesregierung eine Reform des Systems der kollektiven Rechtewahrnehmung durch Verwertungsgesellschaften, wie der GEMA, (…) unterstützen soll.

Zu den angesprochenen Punkten steht in der Koalitionsvereinbarung 2013 von CDU und SPD im Bund: „Ziel muss ein gerechter Ausgleich der Interessen von Urhebern, Verwertern und Nutzern sein.“ Das ist nach Ansicht der LiveKomm jedoch erst möglich, wenn die Angemessenheit und ihre Höhe endlich politisch diskutiert werden, sowie Rahmenbedingungen auf den kritischen Prüfstand kommen.
Weiter steht dort: „(…) Überarbeitung des Urhebervertragsrechts. Dabei müssen wir feststellen, ob Verhandlungs- bzw. Konfliktlösungsmechanismen effizient genug ausgestaltet sind und ob das Verfahren insgesamt beschleunigt werden muss sowie die Verbindlichkeit des Schlichtungsverfahrens zu verbessern ist.“
Und es heißt in der Vereinbarung: „Wir wollen (…) die Aufsicht über die Verwertungsgesellschaften effektiver ausgestalten.“.

Die LiveKomm appelliert an die Politik: ja genau, packen wir´s an!

Olaf Möller
Politischer Sprecher im Vorstand der LiveKomm
olaf.moeller@livekomm.org

LiveKomm und TixforGigs stärken mit dem „ClubFuffie“ deutsche Clublandschaft

Die Live Musik Kommission, der Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. (kurz LiveKomm) und der Ticketsystemanbieter TixforGigs schließen einen Rahmenvertrag, der es ermöglicht, die deutschen Spielstättennetzwerke zu unterstützen und die Vorverkaufsgebühren zu vermindern.

Mit der Nutzung des Ticketsystems TixforGigs.com fließt somit pro verkaufter Konzertkarte, der so genannte „ClubFuffie“ (0,50€) direkt in die lokalen Netzwerke der LiveKomm. Diese können das Geld zum Aufbau oder Stärkung ihrer internen Strukturen nutzen. Möglich ist das, da der neue Partner TixforGigs.com auf einen großen Teil der üblichen Clearinggebühr verzichtet. Das Konzept hat sich bereits in Hamburg, bei der Hamburger Clubstiftung erfolgreich durchgesetzt. Die Stiftung setzt sich seit 2010 für die Stärkung privater Musikbühnen ein. Dank der Kooperation konnten so im letzten Jahr 8.500€ für Hamburger Clubs gesammelt werden.

Deutschlandweit können nun Konzert- und Clubgänger direkt die lokale und regionale Livemusik-Kultur unterstützen. Zudem kann die Clubszene nun unabhängiger gegenüber den großen Ticket-Konzernen und deren Tarif-Dschungel agieren.

Karsten Schölermann, 1. Vorsitzender der LiveKomm: „Wir begrüßen die Partnerschaft mit TixforGigs ausdrücklich. Zusammen mit TixforGigs bietet sich nun die Möglichkeit, den steigenden Vorverkaufsgebühren den Kampf anzusagen und den Aufbau der deutschlandweit agierenden Clubnetzwerke voranzutreiben.“

Markus Ohm, TixforGigs: „Wir kommen selbst aus dem Festival- und Veranstaltungsbereich und wissen um die aktuellen Herausforderungen gerade für kleinere, unabhängige Veranstalter. Daher stehen wir voll und ganz hinter der Initiative der LiveKomm. Und weil moralische Unterstützung zwar prima, wirtschaftliche aber besser ist, gibt’s jetzt eben den ClubFuffie.“ 

Pressemitteilung zum Download

DER LIVEKOMM-TIXFORGIGS-DEAL

Bewerbungsverfahren für den Spielstättenprogrammpreis 2014 online

Heute ist das Antragsverfahren zum Spielstättenprogrammpreis 2014 gestartet und die LiveKomm ruft ihre Mitglieder auf, sich zu bewerben. In diesem Jahr wurden die Preisgelder auf 900.000€ erhöht.
Wichtig dabei ist, dass die Musikgenres nicht begrenzt sind und sich jeder Live-Club – also auch Clubs mit anderen Musikstilen als Rock/Pop/Jazz (z.B. Indie/Folk/Singer-Songwriter, Alternative/Metal/Punk, Electronic/Dance/Disco, Soul/Funk/Rn’B/Hip-Hop/WorldMusic, Experimental oder Crossover) und mit eigenkreativen Djs – beim Spielstättenprogrammpreis 2014 bewerben kann.

Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 2. Juni 2014 um 18 Uhr!!!!!!
Ansprechpartner für die Antragsberatung Spielstättenprogrammpreis ist:
Stefanie Haupenthal
Mo- Fr. 14-18 Uhr
T: +49 (0)30 – 531 475 45 – 2
E-Mail: sppp@initiative-musik.de

Abgabeschluss
Der ausgedruckte, unterschriebene Online-Antrag muss am Montag, dem 2. Juni 2014 bis 18 Uhr in der Geschäftsstelle der Initiative Musik vorliegen.

LiveKomm wird Partner des Spielstättenprogrammpreises 2014

Die Live Musik Kommission, der Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. (kurz LiveKomm) wird zusammen mit der Bundeskonferenz Jazz und Initiative Musik offizieller Kooperationspartner des Spielstättenprogrammpreises 2014.

Nachdem im letzten Jahr erstmalig 55 Musikspielstätten sowie Veranstalter für deren Live-Musik Programm ausgezeichnet wurden, geht das Bewerbungsverfahren für den Spielstättenprogrammpreis für Rock Pop und Jazz 2014 in die nächste Runde.
Im Vorfeld wurde mit Vertretern der LiveKomm, des BK Jazz, der Initiative Musik und der Staatsministerin für Kultur und Medien an Veränderungen gearbeitet, um der im letzten Jahr aufkommenden Kritik entgegenzuwirken. So sieht die LiveKomm die Entscheidung positiv, die Preismittel auf 900.000€ zu erhöhen und die Organisationskosten in diesem Jahr zu senken.

Karsten Schölermann, 1. Vorsitzender der LiveKomm über die Kooperation zwischen der Spielstättenverband, dem BK Jazz und der Initiative Musik: „Die LiveKomm freut sich über die Entscheidung, den Preis weiterzuführen. Dies ist ein wichtiges politisches Signal für mehr Aufmerksamkeit in Richtung der deutschen Clubkultur.“

LiveKomm verleiht den „Jazzpreis der Popclubs“

Die Live Musik Kommission, der Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. (kurz LiveKomm), wird am 26.April erstmals einen Preis für einen Jazzact auf der jazzahead! ausloben.

Als 1. Preis verleiht der Verband die „LiveKomm Clubtour“, welche durch sieben ihrer Mitgliedsclubs gehen wird. Unter den teilnehmenden Clubs sind beispielsweise das Knust in Hamburg und die Scheune in Dresden. Mit der Verleihung des Preises möchte die LiveKomm zeigen, dass es keinen Grund gibt, warum Jazz-Künstler nicht in zeitgemäßen Pop- Spielstätten spielen sollten. Zudem garantiert die LiveKomm den Künstlern eine Mindestgage von 150€ pro Musiker und Auftrittstag. Dem Zweitplazierten winkt ein Auftritt auf der Jazzbühne beim Hamburger Hafengeburtstag. Die Prämierung wird am Samstag, 11:00Uhr in Halle 3 auf dem jazzahead!-Messegelände stattfinden.

Karsten Schölermann, 1. Vorsitzender der LiveKomm dazu: „Jazz ist kein Raumschiff! DieLiveKomm hat derzeit 340 Mitglieder, die alle gute Musik zu schätzen wissen“.

Der LiveKomm Stand befindet sich auf dem „German Market“ mit der
Standnummer 3C02.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der LiveKomm und dem
Programm der jazzahead! finden sich auf:
www.jazzahead.de.

„Jazz ist kein Raumschiff“ – die LiveKomm auf der Jazzahead 2014

In Kooperation mit dem Bremer Regionalnetzwerk, der Musikszene Bremen e.V. und auf Einladung der internationalen Musikfachmesse Jazzahead wird die LiveKomm “competence on tour 2014″ vom 24.-27.04.2014  in Bremen Halt machen

Neben einem LiveKomm-Messestand auf dem „German Market“ werden auch die LiveKomm-Vorstände Karsten Schölermann und Magnus Hecht ein Panel mit Kollegen aus dem Jazzbereich anbieten. So soll über den Wandel, die Herausforderungen und die Anforderungen eines Jazzclubs im 21. Jahrhundert diskutiert werden. Darüber hinaus wird die LiveKomm erstmals den „Jazzpreis der Popclubs“ ausloben. Die, auf der Jazzahead auftretenden Bands, habe die Chance, eine einwöchige Tour durch unsere LiveKomm-Clubs zu gewinnen. Die Livekomm möchte mit diesen Modulen den Austausch und die Zusammenarbeit von Branchenkollegen der unterschiedlichsten Betriebsgrößen, sozialen Ausrichtungen und musikalischen Genres weiter vorantreiben. Der Verband will Lösungen und Visionen für die Anforderungen aller Facetten der Popularmusik suchen und umsetzten.

Infos zu unserem Panel:

Der Jazzclub im 21. Jahrhundert – zwischen Leidenschaft, Anforderungen und Verortung
Speaker: Magnus Hecht, Felix Falk, Friedhelm Schulz (angefragt), Wolfgang Renner (angefragt).
Moderation: Karsten Schölermann

Das Panel findet am Freitag, den 25.4. um 13:00 Uhr.

Im Panel ist eine angeregte Diskussion über den Professionalsierungsdruck eines wirtschaftlich, überlebendenden Jazzclub des 21. Jahrhunderts vorgesehen.

Mehr Infos hier.

„LiveKomm-Clubtour“ der Jazzpreis der Popclubs

„Jazz ist kein Raumschiff“. Die – größtenteils unsubventionierten – Popclubs der Republik möchten sich mit dieser Aktion den Jazzmusikern in Erinnerung bringen. „Es gibt keinen Grund, warum Jazz nicht in zeitgemäßen Pop-Spielstätten stattfinden sollte“ sagt dazu Karsten Schölermann, 1.Vorsitzender der Livekomm. Wir werden eine Band, aus den bei der Jazzahead spielenden Bands auswählen, und ihr eine Tour durch unsere besten Clubs spendieren.

Die Preisverleihung wird am Samstag, den 26.4. um 11:00Uhr stattfinden.

Weitere Infos hier.

LiveKomm Regionaltreffen Nord/West
Das Regionaltreffen Nord/West wird nach der Preisverleihung am Messestand der LiveKomm stattfinden.

Mitglieder der LiveKomm haben die Möglichkeit vergünstigt an der jazzahead! teilzunehmen.
Bei Fragen und Infos, meldet Euch gern in der Hamburger Geschäftsstelle (info@livekomm.org oder 040 – 2351 8416).

LiveKomm fordert den Erhalt der Distillery am Standort

Der Leipziger Stadtrat entscheidet am 22.01.2014 über einen Antrag der Fraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE ab. Der Antrag befasst sich mit der Forderung, den international bekannten Musikclub Distillery an seinem jetzigen Standort in der Kurt-Eisner-Straße 91 zu belassen. Der Club soll von dort verschwinden, da rundherum Wohnbebauung entstehen wird und die Eigentümerin des Geländes, die Stadtbau AG bisher keine deutliche Aussage zum Erhalt der Institution getätigt hat.

Die Distillery ist nicht irgendein Club. Hier entstand entscheidende Musik, die Menschen weltweit beeinflusst hat. Die Distillery ist Ostdeutschlands erster Technoclub gewesen und bietet nach wie vor hoch qualitative elektronische Musik an. Leipzig wäre nicht die Stadt, die es heute ist, wenn sich nicht eine Szene und Jugendkultur gebildet hätte, wie sie eben in Clubs wie der Distillery verortet ist. Insofern ist diese Musikspielstätte in ihrem Status anderen Kulturträgern und Kunstinstitutionen gleich zu setzen. Dazu erklärt Magnus Hecht, stellvertretender Vorstandsvorsitzende der LiveKomm: „Alle Menschen, die elektronische Musik hören und um den Zauber Leipzigs wissen bitten den Stadtrat dem Antrag auf Erhalt der Distillery zu zustimmen. Die Unsicherheit für den Club ist ein bundesweit wahrgenommenes Problem.“

Die Distillery ist Mitglied in der Live Musik Kommission – Verband der Musikspielstätten in Deutschland.