„Restart“: Forum Veranstaltungswirtschaft lädt zum Branchendialog auf der Prolight + Sound 2022

Das Forum Veranstaltungswirtschaft, die Allianz sechs maßgeblicher Verbände des Wirtschaftsbereichs, lädt im Rahmen der Messe Prolight + Sound erneut zu seinem Branchentalk ein. Die Expert:innen diskutieren über die Situation der Branche nach zwei Jahren Corona-Pandemie und wagen einen gemeinsamen Ausblick auf künftige Herausforderungen der politischen Lobbyarbeit.

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Hamburg, 17. März 2022
– Die Planungen und Vorbereitungen für den Festivalsommer 2022 laufen bereits seit Monaten auf Hochtouren. Über 1.000 kleine und mittlere Festivals sowie Open Airs in Deutschland benötigen daher bereits jetzt verlässliche Rahmenbedingungen, welche Planungssicherheit für Veranstalter:innen, Dienstleister:innen und Beschäftigte schaffen! Die gewonnen Erkenntnisse aus den letzten beiden pandemischen Jahren ermöglichen, diese Entscheidungen jetzt zu treffen. Lassen Sie uns daher in einen intensiven Dialog treten, um praxisnahe Rahmenbedingungen zu schaffen.

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Club-Öffnungen als Flickenteppich

Was bedeutet es eigentlich wenn es diesen Freitag heißt, „Clubs machen wieder auf“?
In Deutschland, zunächst Unsicherheit. Denn die Umsetzung der „Öffnung“ ist Ländersache, und hier hakt es gewaltig. Die Landesregierungen haben völlig unterschiedliche Einschätzungen davon, wie Clubkultur funktionieren kann. So kommt es, dass im Verordnungs-Flickenteppich bei einer Fahrt durch Deutschland mal Clubs besucht werden können, mal nicht. Die Karte zeigt, welches Bundesland tatsächlich öffnet, wo die Verordnungen noch massiv einschränken oder sogar Clubkultur verhindern.

Dass man in einigen Ländern am Mittwochnachmittag noch nicht weiß, welche Regeln am Freitagabend gelten, ist ebenfalls erschütternd. Zur Lage nach dem 19./20. März gibt es noch weniger Informationen.

Musikclubs fordern einheitliche Umsetzungen der MPK-Beschlüsse

LiveKomm Kommentierung der Ministerpräsident:innenkonferenz
vom 16. Februar

Bund und Länder fahren weiter auf Sicht
Klarheit für die Clubs und Festivals existiert noch immer nicht

Die LiveMusikKommission e.V., der Bundesverband der Musikspielstätten in Deutschland (kurz LiveKomm) sieht mit Erleichterung dem Ende der harten Beschränkungen entgegen, betrachtet jedoch mit Sorge, wie die Formulierungen in den Beschlüssen in die Landesverordnungen übertragen werden.

Eine Öffnung der Clubs unter 2G+ ist für die Clubs temporär ein tragbares Konzept. Für die Übergangszeit kann so der Gesundheitsschutz und Clubkultur vereinbart werden und die Maßnahme ist verhältnismäßig praktikabel. Allerdings ist aus den Beschlüssen nicht lesbar, inwiefern Abstand- und Maskenpflicht in geschlossenen Räumen auf die Kulturbranche zutreffen. Sollten einzelne Länder die Abstand- und Maskenpflicht für die Clubs anordnen, ist ganz klar, dass dies keine Öffnung bedeutet, sondern dass die Clubs geschlossen blieben

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Ausgetanzt und leise.
Das Ende der Club- und Festivalkultur wie wir sie kennen

Der Bundesverband der Musikspielstätten LiveMusikKommission e.V. (kurz LiveKomm) wendet sich mit einem dringenden Appell unter dem Motto „Ausgetanzt und leise. Das Ende der Club- und Festivalkultur wie wir sie kennen“ an die politischen Entscheidungsträger.

Die Clubs und Festivals betrachten mit großer Sorge, dass offensichtlich nach wie vor Unkenntnis darüber herrscht, welchen planerischen Aufwand ihr Betrieb voraussetzt. Ohne Perspektiven zu entwickeln, werden Entscheidungen auf kurze Sicht in einer unklaren politischen Gemengelage getroffen. Auch wenn nun Lockerungsmaßnahmen diskutiert werden, die Lage der Clubs und Festivals ist mehr als angespannt.
Sportevents, Gastronomiebetriebe oder gar Brauchtumspflege (Alaaf!, Helau!) scheinen Perspektiven zu finden, während Musikclubs und Konzerte anscheinend regulativ bei ihrer Sonderstellung bleiben und im Vergleich unverhältnismäßig eingeschränkt werden.

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Veranstaltungsbranche fordert sofortige Öffnungsperspektive und Verlängerung des Kurzarbeitergeldes bis Ende 2022

Hamburg, 7. Februar 2022 Die Zeit sei reif für einen sofortigen Wegfall aller Beschränkungen öffentlicher Veranstaltungen. Die kürzlich angekündigte Verlängerung des Kurzarbeitergelde lediglich bis Ende Juni 2022 greife für die Branche zu kurz und müsse für den am meisten von den Corona-Eindämmungsmaßnahmen betroffenen Wirtschaftszweig mindestens bis Ende dieses Jahres gelten. Dabei müssten die Sozialleistungen für die ausgefallenen Arbeitsstunden ab Januar – wie es bis Ende 2021 der Fall war – bis zum 31. Dezember 2022 zu 100% erstattet und die Bezugsdauer entsprechend verlängert werden. Nur so könne das Ziel der beachtlichen Hilfeleistungen der vergangenen zwei Jahre tatsächlich erreicht werden. Das fordern die Verbände des Forums Veranstaltungswirtschaft, der Allianz der maßgeblichen Wirtschaftsverbände der Branche.

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NEUSTART KULTUR: 105 MILLIONEN EURO FÜR LIVEMUSIKVERANSTALTUNGEN UND ÜBERREGIONALE MUSIKFESTIVALS

Die BKM und Initiative Musik stocken nicht nur ein Teilprogramm finanziell auf, sondern starten auch bald mit einem weiteren, das das bislang größte #NEUSTARTKULTUR Fördervolumen aufweist.

👉Alle Infos: http://ow.ly/P0Q250HJeA0

✨105 Millionen Euro für Programm für Livemusikveranstaltungen & Musikfestivals aus BKM Claudia Roth Haushalt

✨15 Kategorien mit Fördermitteln von bis zu 800.000 Euro

✨Antragsphase beginnt am 07. Februar 2022

✨Vergabe nach Windhund-Prinzip, Vorrang für bislang nicht Geförderte

✨Antragsberatung und digitale Workshops starten am 4. Februar

✨zusätzliche 15 Millionen für Musikclubs

 Anbei die offizielle PM.

Erste Infos zum Programm bekommt ihr auch schon am Donnerstag, um 19 Uhr in der Festival Kombinat & Live in Hessen Online-Veranstaltung „Festivals aktuell – NeustartKultur2 und Kurzpanel Festivals 2022 – Ja/Nein?
Link: https://fb.me/e/1dfP5Uogl

Forum Veranstaltungswirtschaft fordert Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

Hamburg, 12. Januar 2022

Die im vergangenen November von der Bundesregierung beschlossene Verlängerung des Kurzarbeitergeldes bis lediglich 31. März 2022 sowie die angekündigte Erstattung von lediglich 50% der Sozialbeiträge wird in der Veranstaltungsbranche zu einer weiteren Entlassungswelle von Arbeitnehmern und einer weiteren Abwanderung von Fachkräften führen. Das teilt heute das Forum Veranstaltungswirtschaft, die Allianz der sechs maßgeblichen Wirtschaftsverbände der Branche, mit. „Unsere Branche ist wirtschaftlich am härtesten von den Eindämmungsmaßnahmen betroffen“, sagt Marcus Pohl, erster Vorsitzender der Interessengemeinschaft der selbständigen DienstleisterInnen in der Veranstaltungswirtschaft (isdv).

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Veranstaltungswirtschaft ohne Perspektive: ifo Geschäftsklimaindex: Wirtschaftszweig am härtesten von der Corona-Krise betroffen


Hamburg, 16. Dezember 2021 Die Veranstaltungswirtschaft ist der von den COVID19Infektionsschutzmaßnahmen am härtesten getroffene Wirtschaftszweig Deutschlands. Wie das ifo Institut für Wirtschaftsforschung in einer Pressemeldung vom 6. Dezember 2021 bekanntgab, ist der Geschäftsklimaindex der Branche von minus 2,2 Punkten im Oktober 2021 auf minus 26 Punkte im November gesunken. In dem NovemberBericht des Instituts schreibt dessen stellvertretender Leiter, Dr. Klaus Wohlrabe, zum Geschäftsklima in der Veranstaltungswirtschaft: „Bis Oktober gab es noch
Hoffnung auf Besserung. Diese ist im November verschwunden.”

Mit einem Umsatz von etwa 81 Milliarden Euro und etwa 1,13 Millionen Erwerbstätigen ist die Veranstaltungswirtschaft die sechsgrößte Wirtschaftsbranche in Deutschland. Sie umfasst neben dem öffentlichkeitswirksamen Kulturveranstaltungsbereich auch die Veranstaltungsunternehmen der Messe, Kongress und Tagungswirtschaft, die Betreiber von Veranstaltungshäusern und Musikclubs, Agenturen und Künstlervermittler bis hin zum Schaustellergewerbe sowie rund 243.000 vor allem im Dienstleistungsbereich tätige SoloSelbständige. „Veranstaltungswirtschaft ohne Perspektive: ifo Geschäftsklimaindex: Wirtschaftszweig am härtesten von der Corona-Krise betroffen“ weiterlesen

„Jeden Winter zu?“ – zur aktuellen Lage von Musikclubs und Festivals

Hamburg, den 29.11.2021

Die Reise der Kultur durch die Pandemie war schon schwierig, für Livemusik und die Clubkultur ist sie ein Horrortrip. Und ein Ende nicht in Sicht. Die Lage zur Zeit? Nichts ist gut und wir alle wissen oder ahnen es. Symptomatisch steht hierfür die vermasselte Impfkampagne. Spürbare Folgen davon sind die echten und Pseudo-Lockdowns. Neben der wirtschaftlichen Belastung des Hin- und Her bei Schließungen und Wiedereröffnungen verstreut sich nun erneut das Personal. Viele Punkte wären zu nennen, aber alle führen zur Zusammenfassung: die Lage ist düster, und die Perspektive ist es auch.

Die Club- und Festivallandschaft ist solidarisch den Weg von Schließungen, strengen Kontrollen an der Tür, 2G oder 3G-Regelungen mit oder ohne plus und vielem mehr mitgegangen. Die Hilfen kommen an, auch wenn es noch immer schmerzende Lücken gibt (Soloselbstständige mit Lebenshaltungskosten und Mini-Jobber*innen steht erneut vor dem Nichts). Aber die Resilienz schmilzt dahin. Vor allem weil es scheinbar nicht einmal nach der Impfung eine wirkliche Perspektive gibt.

Nach bald zwei Jahren bewegen wir uns noch immer im Nebel.
Nach fast zwei Jahren stehen wir vor denselben Fragen:

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