Programm-Übersicht LiveKomm @ Reeperbahnfestival 2026

Auf dem diesjährigen RBF haben wir uns programmseitig für euch noch breiter aufgestellt und werden in zwei Locations Veranstaltungen anbieten: Im LiveKomm House (Kastanienallee 9, St. Pauli) gemeinsam mit der Bundesstiftung LiveKultur, dem Clubkombinat Hamburg und der LiveDMA, sowie beim Spotlight on: Festival Culture @ Knust | Hamburg (Neuer Kamp 30, 20357 Altona), gemeinsam mit der Bundesstiftung LiveKultur und dem Knust. Zudem laden wir AG-Mitglieder ein zum Treffen der „Clubs 1.000“ im Eastside Hotel, sowie jederfrau/-mann zur Reception des Forum Musikwirtschaft im B2Beergarden.

Gleichzeitig fällt der Startschuss für das neue Projekt „Mission: Live Music“, ein Weiterbildungs- und Vernetzungsprogramm für Spielstätten (Clubs) und Festivals.
Hier ein Überblick zum Programm sowie alle Infos zum Mitglieder-Rabattcode. Wir freuen uns auf Euch!

An beiden Angeboten, im LiveKomm-House wie auch im Knust, könnt ihr auch ohne Festival-Ticket teilnehmen! 

LiveKomm-House: Kommt einfach rum
Knust/ Spotlight on: Festival Culture: Holt euch eure kostenlosen Tickets über diesen Link – Tickets für Spotlight On | Höme – Für Festivals GmbH
16. September
EASTSIDE HOTEL, Raum Ginger
 
Treffen der AG Clubs 1000 @ Reeperbahn Festival 2026
** AG Treffen: Nur LiveKomm Mitglieder und auf Einladung **
16.00 – 17.00 h

Die AG „Clubs 1000“ vernetzt Musikspielstätten der Livekomm mit über 1.000 Besucher*innen Kapazität, um deren spezifische Herausforderungen und Interessen sichtbar zu machen, politisch zu vertreten und strukturell zu stärken. Ziel ist es, sich mit anderen „großen“ Clubs im Verband niedrigschwellig und praxisnah auszutauschen, Best Practices zu teilen und gemeinsam an Lösungen für aktuelle Herausforderungen wie Personal, Digitalisierung, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit oder Nachhaltigkeit zu arbeiten.
B2BEERGARDEN 
17. September
 
„Good Morning Musikwirtschaft“: Forum Musikwirtschaft Reception presented by Forum Musikwirtschaft 
10.00 – 11.30 h

Während das Reeperbahn Festival 2026 so richtig loslegt, laden die Verbände des Forum Musikwirtschaft zum Frühstück ein. Wir möchten Euch die Gelegenheit geben, euch in entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Croissants zu treffen und mit Vertreter:innen aus der gesamten Musikwirtschaft, Politik und Medien zu vernetzen. Startet mit uns in den Festival-Donnerstag!
Bitte meldet euch über den folgenden Link an:
https://form.jotform.com/261742611336049
 Anmeldung Reception Forum MuWi
LIVEKOMM HOUSE (KASTANIENALLEE)
In Kooperation mit der Bundesstiftung LiveKultur, dem Clubkombinat Hamburg und der LiveDMA

17. September
 
Presentation „Crowdbuilder“ – Make Your Audience Your Headliner presented by LiveDMA & LiveKomm
11.15 – 12.00 h
Ken Veerman (Organisationscoach & strategischen Berater)

Moderation: Ken Veerman

Audience Development in Practice: Crowdbuilder and the Question of How Live Music Can Strengthen Its Audiences How can music venues and promoters approach audience development more strategically while also strengthening their relationship with their communities? With Crowdbuilder, Live DMA has developed a free, multilingual tool designed to help live music organisers better understand their audiences, reflect on internal team processes, and build a clear strategy for audience development and community building. The tool was developed together with 17 European venues and is intended as a practical resource for small and medium-sized actors in the live music sector. In the first part of the panel, Crowdbuilder itself will be introduced: which questions does the tool address, how is it structured, and what added value can it offer to clubs, festivals, and other live music venues? The second part will focus on practical experience. Together with Schlachthof Wiesbaden as the „german test venue“, the discussion will explore how the tool can be applied in practice, what impulses it offers for audience and community work, and where the opportunities – but also the limits – of such tools lie. The panel opens up a broader discussion on how audience development can be more firmly embedded in live music as a strategic, cultural, and place-based task.
 
Future Fonds: Ein Instrument für eine nachhaltige Clubförderung presented by Clubkombinat Hamburg & LiveKomm
12.00 – 13.00 h

Gesine Kästner (Clubkombinat Hamburg), Lukas Kaiser (Behörde für Kultur und Medien Hamburg), Claudia Wedell (Verband Kölner Clubs und Veranstalter*innen e.V. und Vertreterin Netzwerk ZUKUNFT FEIERN)

Moderation: Thore Debor (Clubkombinat Hamburg, LiveKomm)

Nach zwei erfolgreichen Förderrunden steht nun die Frage im Raum, ob das Programm in den Jahren 2027/28 zum dritten Mal mit Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg realisiert werden kann. Während in Hamburg dafür die inhaltlichen Konzepte schon auf ihre Machbarkeit geprüft werden, wirft das Panel auch einen Blick nach Köln, wo diese Form der Clubförderung mit den sog. Klimastipendien für Kölner Musikspielstätten adaptiert wurde. Dort endet alsbald der erste Förderturnus.
Es diskutieren Lukas Kaiser (BKM Hamburg), Gesine Kästner (Projektkoordination Nachhaltigkeit, Clubkombinat Hamburg e.V.) sowie Claudia Wedell, Betreiberin des Gloria in Köln und aktiv bei der Klubkomm Köln, die selbst ein Klimastipendium bezieht. Gemeinsam sprechen sie über ihre bisherigen Erfahrungen, die Wirkung des Programms und seine Perspektiven für eine nachhaltige Zukunft der Clubkultur sowie die Hebelwirkung, die eine solche Förderung entfalten kann. Moderiert wird die Veranstaltung von Thore Debor (Geschäftsführung, Clubkombinat Hamburg e.V.).

 
Nachtkultur Lab: Sichtbarkeit im KI-Zeitalter – Wird dein Laden noch gefunden? presented by Clubkombinat Hamburg & LiveKomm
13.15 – 14.15 h

Gianna Cherchi (ClubKombinat Hamburg e.V.)

Statt selbst zu recherchieren, verlassen sich immer mehr Menschen auf KI-generierte Antworten bei Google oder direkt auf Chat-KIs wie Claude und ChatGPT. Die Folge: Website-Besuche gehen zurück, während die eigentliche Informationssuche unsichtbar in den Antworten der KI-Systeme stattfindet. Was bedeutet das für Veranstaltende und Clubbetreibende? Sichtbarkeit entscheidet sich nicht mehr nur bei Google, sondern zunehmend in den Antworten von KI-Systemen.Klassisches SEO reicht da nicht mehr. Gefragt ist zunehmend GEO: Generative Engine Optimization.
Gianna Cherchi (Kommunikation & PR, Clubkombinat Hamburg e.V.) hat dazu einen Leitfaden entwickelt und stellt im Rahmen des Nachtkultur Lab die wichtigsten Praktiken daraus vor. Ein kompakter, praxisnaher Einblick, mit Gianna Cherchi (Clubkombinat Hamburg e.V.) und Annkathrin Schwerthelm (Geschäftsführung Clubkombinat Hamburg e.V.) mit dem Clubs und Veranstaltungsorte auch in der nächsten Suchgeneration gefunden werden.
 
Mehr als Nachtleben – lassen Clubs Geld liegen? – Was braucht es, damit Clubs neben der Kultur zusätzliche wirtschaftliche Perspektiven entwickeln können presented by Forum Veranstaltungswirtschaft
14.30 – 15.30 h

Pamela Schobeß (Gretchen), Felix Grädler (halle 02), Uwe Conrady (CONZIL Veranstaltungs GmbH)

Moderation: Christian Ordon (LiveKomm)

Clubs sind kreative Laborräume, Karrieresprungbretter für Künstler*innen und zentrale Treffpunkte für Communities. Gleichzeitig stehen viele Clubs wirtschaftlich unter Druck, denn die Kosten von Personal über Technik bis Honorare steigen schneller als die Ticketpreise. Dabei verfügen manche von ihnen über erhebliche Potenziale, die bislang zu selten strategisch genutzt werden. Warum sind Clubs bei Business-Events, Markenkooperationen oder neuen Veranstaltungsformaten noch immer unterrepräsentiert? Welche Voraussetzungen müssten geschaffen werden, um neue Ertragsquellen zu erkennen und zu heben? Wie gelingt der Spagat zwischen kultureller Identität und wirtschaftlicher Stabilität? Über diese und weitere Fragen diskutieren wir mit Expert*innen aus Clubs, Veranstaltungsplanung und Markenwelt.
 

Clubkultur braucht Daten: Wer Clubs schützen will, muss sie kennen. Das Clubverzeichnis des miz als Grundlage für Kulturpolitik und Stadtentwicklung. Präsentiert durch miz Deutsches Musikinformationszentrum & LiveKomm
15.45 – 16.00 h

Jan-David Wiegmann, Stephan Schulmeistrat (beide Deutsches Musikinformationszentrum miz)

Musikclubs sind kulturelle Ankerpunkte, Orte gesellschaftlicher Teilhabe und unverzichtbare Bestandteile der musikalischen Infrastruktur. Damit ihre Bedeutung in Kulturpolitik und -förderung, Stadtentwicklung und Bauleitplanung angemessen berücksichtigt werden kann, braucht es belastbare Daten. Das Clubverzeichnis des Deutschen Musikinformationszentrums (miz) dokumentiert die deutsche Clublandschaft auf Grundlage qualitätsgesicherter Kriterien und bietet eine bundesweit einzigartige Rechercheplattform. Die Session stellt die Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten des Verzeichnisses vor und zeigt zugleich seine kulturpolitische Relevanz: Das miz schafft die Datengrundlage für Forschung, Förderpolitik und Infrastrukturplanung – und könnte damit auch eine zentrale Rolle bei der Entwicklung eines bundesweiten Clubkatasters übernehmen. Denn wer Clubs schützen will, muss sie zunächst kenne
 
SPOTLIGHT ON: FESTIVAL CULTURE @ KNUST | HAMBURG
In Kooperation mit der Bundesstiftung LiveKultur und dem Knust
17. September
 
Festivalstudie 2025 & Vertiefungsstudie 2026: Eine Branche, viele Wirklichkeiten
12.00 -13:30 h

Lisa Andersohn (Initiative Musik), Stephan Schulmeistrat (Deutsches Musikinformationszentrum miz), Kira Taige (Feel Festival), Michael Chizzali (Güldener Herbst), Tim Isfort (moers Festival), Stefan Reichmann (Haldern Pop)
Moderation: Anna Blaich (Bundesstiftung Livekultur)

Von der deutschen Festivallandschaft wird oft gesprochen, als handele es sich um einen einheitlichen Kultur- und Wirtschaftsraum. Die Festivalstudie 2025 hat gezeigt, wie groß und vielfältig die deutsche Festivallandschaft ist. Die nun vorliegenden vertiefenden Auswertungen der Studiendaten zu Genres, Szenen und regionalen Unterschieden zeigen, wie unterschiedlich die Realitäten der Festivals sind. In dieser Fishbowl treffen unterschiedliche Festivalrealitäten aufeinander: Welche Herausforderungen teilen Festivals heute? Wo verlaufen die entscheidenden Unterschiede? Und wie prägen regionale Bedingungen die Arbeit von Festivals in Ost- und Westdeutschland? Ausgehend von den aktuellen Studienergebnissen diskutieren Festivalmacher:innen und Publikum über die Vielfalt, Widersprüche und Zukunftsperspektiven einer Branche im Wandel.
 
#KulturSichern & Haltung zeigen: Festivals als demokratische Infrastruktur. Wie können Kultur und zivilgesellschaftliche Akteur*innen trotz politischem Druck(von rechts)  gemeinsam handlungsfähig bleiben? Präsentiert von Mission Live:Music der LiveKomm und ermöglicht durch eine Förderung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE)
14.00 – 15.30 h

Julia Sasse (local heros, Aktion Musik e.V.), Carsten Schack (Schlachthof Wiesbaden OpenAir), Torsten Nagel (RBT Schleswig-Holstein & Bundesverband mobile Beratung), Birgit Lohmeyer (Jamel rockt den Förster)

Moderation: Simon Knop Jacobsen (ImPuls Brandenburg e.V.)

Clubs, Festivals und soziokulturelle Zentren sind Orte für Begegnung, Teilhabe und Demokratie und geraten gleichzeitig zunehmend unter Druck. Kürzungen, Polarisierung, Rechtsruck und fehlende strukturelle Absicherung stellen besonders Akteur*innen in ostdeutschen und ländlichen Regionen vor große Herausforderungen. Das Panel fragt, wie Kultur und Zivilgesellschaft gemeinsam handlungsfähig bleiben können: Welche Allianzen braucht es zwischen Kulturorten, Initiativen, Verwaltung und Kommunalpolitik? Wie können sich Szenen solidarisch organisieren, um Kultur langfristig zu erhalten? Und welche Strategien entstehen bereits zwischen Großstadt und Flächenland? Im Fokus stehen Praxisbeispiele, politische Perspektiven und neue Bündnisse für resiliente Kulturstrukturen.
 
18. September
 
Festivalsaison 2026/27 – Zwischen Transformation, Unsicherheit und Aufbruch
16.00 – 17.30 h

Nelly Welskop (AK Festival Kombinat/LiveKomm), Jonas Schubert (Stadt ohne Meer Festival, OK Kid), Julia Gause (Fuchsbau Festival), Elya Maurice Conrad (Freier Journalist & Artist), Robert Westphal (Musiker, Contrast in Symbiosis – CoSy Festival), Martin Rabanus (kulturpolitischer Sprecher der SPD Bundestagsfraktion)

Moderation: Manfred Tari

Festivals als politisches Niemandsland? In einer Zeit, in der Populisten im Stimmungshoch Wahlerfolge einfahren und anschließend Kulturveranstaltungen, die ihnen nicht in den Kram Schwierigkeiten bereiten? Denn Beispiele gibt es bereits reichlich – ob in den USA oder Europa – welche Art des politischen Gestaltungswillen damit einhergeht. Somit ist die Frage nicht ob, sondern wie Festivalveranstaltende diesen Entwicklungen begegnen? Nicht zu vergessen, Festivals sind Publikumsveranstaltungen, welche sich nicht nur auf den meteorologischen, sondern ebenso auf den politischen Klimawandel einstellen müssen.

EAST HOTEL/ OLIVE * PEPPER (Simon-von-Utrecht-Straße 31, 20359 Hamburg)

18. September

Der Club-Euro: Ein Euro, der die Clubs rettet?
Kann eine solidarische Abgabe den Live Music Fund langfristig tragen?

15:30 – 16:30

Eröffnung: Erica Romero Pender, Live DMA (europäisches Netzwerk der Livemusik-Verbände), ACCES / RASC (Spanien),

Panel: Hannah Japes (IM WIZEMANN, Clubkollektiv Stuttgart), Jens Ponke (KlubKOMM Köln) Martin Rabanus (MdB, kultur- und medienpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

Moderation: Zora Brändle (Club Euro / Bundesstiftung Livekultur)

Die aktuelle Berliner Clubstudie zeigt: Auch wenn die Nachfrage da ist, sind Clubs nicht mehr wirtschaftlich tragfähig und müssen vor allem unsichere Bookings auslassen. Clubs und Veranstaltende geraten durch steigende Kosten und sinkende Margen sowie ein verunsichertes Publikum zunehmend unter Druck. In ganz Europa wird deshalb über neue Finanzierungsmodelle diskutiert, in Großbritannien fließt längst ein Euro von jedem großen Arena- und Stadionticket in die kleinen Spielstätten. Auch in Deutschland hat die Bundesstiftung Livekultur mit dem Live Music Fund eine Idee präsentiert, die letztes Jahr zuerst auf dem Reeperbahn Festival diskutiert wurde. Eine (freiwillige) solidarische Abgabe, davon den großen an die kleinen. Die Realität hat gezeigt, bislang ist die Begeisterung für eine solche freiwillige Abgabe seitens der großen Branchenteilnehmer noch gering. Deshalb überlegen nun Clubs in Deutschland, dem Vorbild aus Köln zu folgen und innerhalb der Clubszene einen solidarischen Euro zu erheben. Aber ist das der richtige Weg? Kann ein Euro pro Ticket die Livekultur wirklich langfristig absichern, oder braucht es etwas anderes? Nach einem Überblick über die internationale Entwicklung diskutieren Stimmen aus Clubszene, Livemusik- und Bookingbranche sowie Kulturpolitik, ob der Club-Euro der Schritt ist, der aus einer guten Idee eine tragfähige Struktur macht.

LiveKomm Lab @ MusicMatch Dresden

Wer Festivals veranstaltet oder einen Club betreibt, weiß: Es ist Leidenschaft, die einen antreibt – aber es ist Wissen, das einen weiterbringt. Wissen darüber, wie man Räume schafft, in denen sich alle sicher fühlen. Wie man Behörden und Sicherheitskonzepte nicht als Hindernis, sondern als Handwerkszeug begreift. Und wie man eine Generation erreicht, die Festivals liebt – aber auf ihre eigene Art.

Genau dafür gibt es das „1. LiveKomm Lab“. Als Teil der MusicMatch Dresden veranstaltet die LiveKomm am 25. April 2026 einen Workshoptag, der Macherinnen der Live-Musikbranche zusammenbringt – zum Lernen, Diskutieren und Weiterdenken. In drei Workshops mit erfahrenen Expert*innen geht es um Awareness-Konzepte, die wirklich greifen, Sicherheitsplanung, die mehr ist als Pflichterfüllung, und Social-Media-Strategien, die eine neue Generation Festivalfans nachhaltig begeistern. Von 11 bis 18 Uhr – kompakt, konkret und mit viel Raum für den Austausch untereinander.

Das LiveKomm Lab ist für alle LiveKomm-Mitglieder kostenlos.
 
1. Workshop: 11 Uhr „Bullshit & Bausteine: Wie Awareness garantiert nicht funktioniert“ mit Sarah Saem Bergmann von Act Aware Sarah Saem Bergmann vom Verein Act Aware vermittelt in diesem Workshop die Grundlagen und zentralen Bausteine eines tragfähigen Awareness-Konzepts: Welche Strukturen braucht es? Wer übernimmt Verantwortung? Und wie lässt sich Awareness nachhaltig und glaubwürdig in den Alltag von Festivals, Spielstätten und Veranstaltungen integrieren? Denn zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft oft eine große Lücke. Gut gemeinte Maßnahmen verpuffen, Strukturen fehlen, und echte Schutzwirkung bleibt aus. Sarah gibt daher auch einen ehrlichen Einblick in häufige Fehler und Missverständnisse – und beleuchtet kritisch, welche Ansätze in der Praxis nicht funktionieren und warum. Ein Workshop für alle, die Awareness ernstnehmen und wirksam gestalten möchten – praxisnah, reflektiert und mit konkreten Impulsen für die eigene Arbeit. Über Sarah Saem Bergmann: Sarah Saem Bergmann ist eine engagierte Trainerin, die nachhaltige Konzepte und Prozesseentwickelt, um Mitarbeitende zur Entfaltung ihrer Potenziale zu ermutigen. Mit denSchwerpunkten Resilienz, Selbstfürsorge und Awareness engagiert sie sich seit der Gründung von Act Aware e.V. für diskriminierungsfreie Räume und FLINTA*-Empowerment. Ihre langjährige Expertise bringt sie in Beratungen, Keynotes und Workshops für Events und Organisationen ein. Sie wirkt sie als New Work Coach für eine inklusive Arbeitskultur. Ihr Ansatz: Veränderung von innen nach außen.
 
2. Workshop: 14 Uhr „Mehr als Absperrband – Sicherheitskonzepte für Festivals“ mit Prof. Thomas Sakschewski Ein Sicherheitskonzept für Festivals klingt nach Bürokratie. Doch wer weiß, wann es wirklich Pflicht ist, was es enthalten muss und was passiert, wenn Behörden ihr Einvernehmen verweigern, ist klar im Vorteil.  Prof. Thomas Sakschewski nimmt in diesem Workshop die entscheidenden Fragen unter die Lupe: Wann ist ein Sicherheitskonzept auch unterhalb der 5.000er-Grenze Pflicht? Was gehört zwingend rein – von Räumungs- über Verkehrs- bis zum Überfüllungskonzept? Und was passiert, wenn eine Behörde ihr Einvernehmen verweigert? Der Fokus liegt klar auf der Perspektive von Festival-Veranstaltenden: praxisnah, konkret und ohne unnötiges Behördendeutsch. Ein Workshop für alle, die wissen wollen, worauf es wirklich ankommt – bevor es zu spät ist. Über Prof. Thomas Sakschewski: Thomas Sakschewski ist Professor für Veranstaltungsmanagement und -technik im Studiengang Theater- und Veranstaltungstechnik und -management und Sprecher des Forschungsverbunds „Sustainable Cities“ an der Berliner Hochschule für Technik. Thomas Sakschewski ist Autor zahlreicher Publikationen im Themenkreis Veranstaltungsmanagement und Sicherheitsplanung. Darunter das mittlerweile in dritter Auflage vorliegende Standardwerk zur Sicherheitsplanung „Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen“. Als Mitglied zahlreicher Gremien und Ausschüsse, wie dem Verein zur Förderung der Sicherheit von Großveranstaltungen e.V. (VFSG), dem Arbeitskreis Veranstaltungssicherheit (AGVS), dem AK 1.9.3 zur Einführung von Simulationen (FGSV) oder dem Normenausschuss „Nachhaltige Messe-, Kongress- und Veranstaltungs-Dienstleistungen“ gestaltet er aktiv Regelungen und Richtlinien mit.
 
3. Workshop: 17 Uhr „Bridging the Gap: Wie erreichen Festivals die GEN-Z?“ mit Emma Wolf Festivals leben von ihrer Community – doch wie erreicht man die Generation Z, die nicht nur Tickets kaufen, sondern auch begeisterte Botschafter*innen werden soll? Sie sind digital affin, haben klare Erwartungen und wollen vor allem eines: ein unvergessliches Erlebnis teilen. In diesem Workshop mit Emma Wolf zeigen wir, wie Festivalmacher*innen und Clubbetreibende die Gen-Z gezielt ansprechen und langfristig begeistern. Welche Kanäle nutzen junge Festivalbesucher*innen? Wie setzt man TikTok und Instagram effektiv ein – von viralen Challenges über interaktive Stories bis hin zu User-Generated-Content? Dazu werfen wir einen genauen Blick auf die Zielgruppe: Was bewegt die Gen-Z, wie tickt sie – und wie spricht man ihre Sprache? Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, die nicht nur kurzfristig Tickets verkaufen, sondern langfristig eine treue Community aufbauen. Mit Best-Practice-Beispielen aus der Festivalbranche und praktischen Tipps, die sich direkt umsetzen lassen, machen wir die Theorie greifbar – und diskutieren gemeinsam, wie eine Social-Media-Strategie aussieht, die junge Festivalfans wirklich begeistert. Über Emma Wolf: Emma Wolf ist Content Creatorin und Social Media Managerin mit Schwerpunkt auf Festivals und Musikveranstaltungen. Ihren Einstieg fand sie über die Festivalfotografie, heute entwickelt und produziert sie authentischen Content, der sowohl das Publikum als auch das Branding von Festivals verbindet. Sie arbeitet remote für ein Festival im Social Media Management, begleitet das Campusfestival Konstanz seit mehreren Jahren fotografisch und wird regelmäßig von Festivals eingeladen, um Inhalte vor Ort zu erstellen. Sie bringt dabei ein besonderes Gespür dafür mit, Menschen und Momente so einzufangen, dass Nähe, Gemeinschaft und Relevanz spürbar werden. Als Teil der Gen Z verbindet sie persönliche Festivalerfahrung mit digitaler Expertise und schafft Content, der authentisch wirkt und zugleich strategisch eingesetzt werden kann.
 
ANMELDUNG
Weiterleitung zu https://livekomm.stager.co/shop/default/events/111649093

LiveKomm & Friends bei der Stadt Nach Acht + Future of Festivals 2025

PROGRAMM STADT NACH ACHT
DONNERSTAG, 27. NOVEMBER
 
Nacht Konsil: Gütesiegel für das NachtlebenWelche Voraussetzungen sind für die Entwicklung des Nachtlebens in der Stadt notwendig?
Cassiopeia unten, 11:30 – 13:00 Uhr

Wie ist die aktuelle Situation in Deutschland und wie setzen deutsche Städte beispielsweise Nachtlebenbeauftragte ein? Was ist notwendig, um das Nachtleben ganzheitlich weiterzuentwickeln? Welche Strukturen wären dafür noch erforderlich? Und wie kann eine Auszeichnung wie die Purpurfahne die Entwicklung des Nachtlebens unterstützen? Nacht Konsil ist die Interessengemeinschaft der Nachtlebenbeauftragten in deutschen Städten und Gemeinden. 

Fair Play: Wer finanziert die Zukunft der Livemusik? 
Cassiopeia oben, 11:30 – 13:00 Uhr

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Politiker, Künstler und die wichtigsten Akteure der Branche künftig zusammenarbeiten können, um die langfristige Zukunft der Live-Musikkultur zu sichern. Während kleine Clubs, unabhängige Veranstalter und Nachwuchskünstler zunehmend unter Druck geraten, wächst der Musikmarkt auf der Seite der großen Acts und Konzerne. 

Digital Venue Revolution – präsentiert von der LiveKomm
Cassiopeia unten, 14:00 – 15:30 Uhr

In Zeiten von steigenden Betriebskosten, knappen Ressourcen und Fachkräftemangel brauchen Kulturorte mehr als gute Absichten – sie brauchen Lösungen, die entlasten und Wirkung entfalten. Dieses Panel zeigt, wie digitale Gebäudetechnik und Smart Home längst Teil der ökonomischen und ökologischen Transformation im Nachtleben sind. Denn digitale Gebäudetechnik ist keine Zukunftsmusik – sie ist ein strategisches Werkzeug für wirtschaftliche Stabilität, ökologische Verantwortung und mehr Freiraum für Kulturarbeit.Wir bringen Praxis und Industrie an einen Tisch und stellen beeindruckende Lösungen vor, die mit smarter Steuerung deutlich Energie, Zeit und Personal sparen – und Kulturorte resilienter machen.Am Abend führt eine Exkursion über die Dächer Berlins in den Klunkerkranich – mit Live-Einblick ins die smarte Steuerung des Clubs, Raum für Fragen und bestem Ausblick: https://2025.stadt-nach-acht.de/events/excursion-digital-venue-revolution/ 

»Kulturschutzgebiete« – Clubs als Kulturorte sichern – präsentiert von der LiveKomm
Cassiopeia oben,14:00 – 15:30 Uhr

Der Begriff „Kulturschutzgebiete“ taucht erstmals im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf. Die Idee ist, Musikclubs als Kulturstätten baurechtlich zu schützen – ähnlich wie dies bereits bei denkmalgeschützten Gebäuden und im Naturschutz der Fall ist. Die Stadt Köln hat mit ihrem Plan, in Ehrenfeld eine Kulturdenkmalzone einzurichten, den ersten Schritt getan… 

Nur für geladene Personen: Parlamentarisches Forum der LiveKomm zur Club- und Festivalkultur
House of Music,18:00 – 20:00 Uhr

Die LiveKomm diskutiert mit Vertreter*innen aus Politik, Club- und Festivalkultur über den aktuellen Stand politischer Initiativen für den Nachtleben- und Festivalsektor sowie über die zentralen Bedarfe und Herausforderungen der kommenden Jahre. 

 

FREITAG, 28. NOVEMBER
 
Zwischen Vielfalt und Krise: Festivals in Deutschland und Frankreich im Vergleich
Lokschuppen, 11:30 – 13:00 Uhr

Präsentation und Podiumsdiskussion zur brandneuen Festivalstudie der Bundesstiftung Livekultur. Mit einem Vergleich zur Lage der Festivals in Frankreich.
 
Nacht Konsil: Die Bubbles in der Bubble
Cassiopeia unten, 11:30 – 13:00 Uhr

Wo ist der gemeinsame Nenner der Nachtkultur? 

Changeover – Wie können Nachfolgeregelungen in Spielstätten geregelt werden?Lokschuppen Hybrid Floor, 11:30 – 13:00 Uhr

Auch in der Musikbranche geht die Babyboomer-Generation in den Ruhestand. Diese Podiumsdiskussion befasst sich mit der Frage, was bei einem Führungswechsel zu beachten ist und welche externen Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.
PROGRAMM FUTURE OF FESTIVALS

 

DONNERSTAG, 27. NOVEMBER
 
The Circle of Live – Wie wir die Zukunft der Livemusik finanzieren
Satellite Events, 15:30 – 16:00 Uhr

Während Ticketpreise für Superstars und große Festivals explodieren, kämpfen kleine Clubs und Festivals ums Überleben. Der Live Music Fund Germany will das ändern – durch Solidarität statt Subvention. Felix Grädler, Initiator und Vorstand der Bundesstiftung Livekultur, stellt das neue Modell vor: Ein Fonds aus freiwilligen Beiträgen von Ticketkäufer:innen, Veranstalter:innen und Profiteuren des Booms, der Künstler:innen-Nachwuchs, Clubs, kleine Festivals und nachhaltige Strukturen fördert. Eine Keynote über Verantwortung in der Musikbranche, Zusammenhalt – und warum die Stars von heute die Stars von morgen finanzieren sollten. 

 

FREITAG, 28. NOVEMBER
Smart Home, Smart Festival
360 Grad Theater, 11:40 – 12:10 Uhr

Zukunft feiern, als gäbe es ein Morgen – in diesem Impulsvortrag erfährst du in 20 Minuten, wie smarte Sensorik und Automatisierung Ressourcen sparen, Kosten senken und dein Team entlasten kann. Anhand von Praxisbeispielen des Fusion-Festivals und mehreren Clubs zeigen wir, wie Sensor-Netze und Open-Source-Lösungen Abläufe smarter machen – von Logistik über Infrastruktur bis Energiemanagement. Zum Abschluss gibt’s einen Blick auf lokale, datenschutzfreundliche KI-Tools. 

Die Festivalstudie 2025 – Einblicke in die deutsche Festivallandschaft
360 Grad Theater, 16:00 – 16:45 Uhr

Initiative Musik, Bundesstiftung Livekultur und dem Deutschen Musikinformationszentrum präs. „Die Festivalstudie 2025“

Im September 2025 wurde mit der „Musikfestivals in Deutschland“-Studie die bisher umfangreichste, genreübergreifende Datenerhebung zur deutschen Festivallandschaft veröffentlicht. Die Studie entstand in Zusammenarbeit von Initiative Musik, Bundesstiftung Livekultur und dem Deutschen Musikinformationszentrum. In dieser Keynote präsentieren wir die zentralen Ergebnisse der Studie: von ökonomischen und kulturellen über ökologische bis hin zu sozialen Aspekten der Festivals. Im Anschluss lädt die Initiative Musik euch herzlich zu einem Prosecco am Stand von Tante Frizzante ein, um offene Fragen zu beantworten und in den Austausch zu gehen. 

Jetzt gib halt mal den Staffelstab ab! 
Campus Stage, 16:15 – 17:15 Uhr

Wie gelingt der Generationenwechsel in der Festivalbranche – und was bedeutet überhaupt „Übergabe“? Dieses Panel diskutiert, welche Chancen und Herausforderungen entstehen, wenn erfahrene Festivalmacher:innen Verantwortung abgeben und neue Macher:innen übernehmen. Wir sprechen über mögliche Spannungsfelder zwischen Tradition und Veränderung, über Leidenschaft und darüber, was ehrenamtliche und privatwirtschaftliche Strukturen in diesem Bereich voneinander lernen könnten.

Smart Home, Smart Festival
360 Grad Theater, 11:40 – 12:10 Uhr

Zukunft feiern, als gäbe es ein Morgen – in diesem Impulsvortrag erfährst du in 20 Minuten, wie smarte Sensorik und Automatisierung Ressourcen sparen, Kosten senken und dein Team entlasten kann. Anhand von Praxisbeispielen des Fusion-Festivals und mehreren Clubs zeigen wir, wie Sensor-Netze und Open-Source-Lösungen Abläufe smarter machen – von Logistik über Infrastruktur bis Energiemanagement. Zum Abschluss gibt’s einen Blick auf lokale, datenschutzfreundliche KI-Tools. 

Die Festivalstudie 2025 – Einblicke in die deutsche Festivallandschaft
360 Grad Theater, 16:00 – 16:45 Uhr

Initiative Musik, Bundesstiftung Livekultur und dem Deutschen Musikinformationszentrum präs. „Die Festivalstudie 2025“

Im September 2025 wurde mit der „Musikfestivals in Deutschland“-Studie die bisher umfangreichste, genreübergreifende Datenerhebung zur deutschen Festivallandschaft veröffentlicht. Die Studie entstand in Zusammenarbeit von Initiative Musik, Bundesstiftung Livekultur und dem Deutschen Musikinformationszentrum. In dieser Keynote präsentieren wir die zentralen Ergebnisse der Studie: von ökonomischen und kulturellen über ökologische bis hin zu sozialen Aspekten der Festivals. Im Anschluss lädt die Initiative Musik euch herzlich zu einem Prosecco am Stand von Tante Frizzante ein, um offene Fragen zu beantworten und in den Austausch zu gehen. 

Jetzt gib halt mal den Staffelstab ab! 
Campus Stage, 16:15 – 17:15 Uhr

Wie gelingt der Generationenwechsel in der Festivalbranche – und was bedeutet überhaupt „Übergabe“? Dieses Panel diskutiert, welche Chancen und Herausforderungen entstehen, wenn erfahrene Festivalmacher:innen Verantwortung abgeben und neue Macher:innen übernehmen. Wir sprechen über mögliche Spannungsfelder zwischen Tradition und Veränderung, über Leidenschaft und darüber, was ehrenamtliche und privatwirtschaftliche Strukturen in diesem Bereich voneinander lernen könnten.

Pressemitteilung: „70% des Lebens auf der Erde ist nachtaktiv“ – Nachtleben-Konferenz STADT NACH ACHT zeigt in Augsburg den Wert der Nachtkultur auf

Mit der STADT NACH ACHT gastierte am 24. und 25. Oktober die größte europäische Nachtleben-Konferenz erstmals in Augsburg. Das Event fand in Kooperation mit der Initiative Musik statt und wurde zudem gefördert durch die Stadt Augsburg. Veranstalterin war die LiveMusikKommission, der Bundesverband der Musikspielstätten in Deutschland.

Bereits die Grußworte setzten den Ton der Konferenz. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Claudia Roth sprach über den kulturellen Wert und die verbindende Kraft der Clubkultur angesichts der aktuellen Erosion der Demokratie in verschiedenen Bereichen – dabei sei die Lage der Musikclubs u.a. aufgrund von Kostensteigerungen ernst. Es sei jedoch eben nicht an der Zeit für „Totenschein und Nachruf“. Diese Perspektive bekräftigte auch Katja Lucker, Geschäftsführerin der Initiative Musik: „Nachtkultur stärkt das soziale Miteinander und bringt Kreativität in urbane wie ländliche Räume – sie braucht unsere Unterstützung, um weiter bestehen zu können.“ Der einflussreiche Städteforscher Charles Landry indes sprach in seinem Impuls über das Potential innovativen Denkens und der 24-Stunden-Stadt. Schließlich sei „70% des Lebens auf der Erde nachtaktiv“.

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Stadt, Land – Clubs:

Deutschlands größte Nachtleben-Konferenz STADT NACH ACHT kooperiert mit Augsburger Clubszene und Initiative Musik und rückt Nachtkultur in Mittelstädten und auf dem Land in den Fokus

Am 24. und 25. Oktober findet die STADT NACH ACHT erstmals in Bayern und in starker Zusammenarbeit mit der Initiative Musik in Augsburg statt. Im Fokus stehen das dynamische Wechselverhältnis von Stadt und Land sowie die akuten Herausforderungen der Livemusikspielstätten und der Clubkultur, die unter großem wirtschaftlichem Druck teils ums Überleben kämpfen.

Augsburg/Hamburg, 05.09.2024 – Zum siebten Mal steht im Oktober die STADT NACH ACHT, Deutschlands größte Nachtleben-Konferenz, an. In Berlin gegründet, bringt sie regelmäßig zentrale Akteur:innen aus nachtaffinen Branchen und Bereichen sowie Politik, Verwaltung und Wissenschaft zusammen. Nach Stationen u.a. in Dortmund findet die Konferenz in diesem Jahr in Augsburg statt. Diese Zusammenarbeit setzt ein klares Zeichen: Augsburg steht in einem besonderen Wechselverhältnis zum ländlich geprägten Umland, kulturell wie wirtschaftlich. Diese Austauschprozesse wird die diesjährige Konferenz in den Blick nehmen. Dabei bringen die Augsburger Club und Kulturkommission CUKK und der Bayerische Verband für Popkultur VPBy wichtige Impulse ein. 

Die Initiative Musik unterstützt das Event nicht nur finanziell, sondern bereichert die Konferenz auch inhaltlich. Sie bringt Aspekte wie Demokratie, Nachhaltigkeit und Diversität ein und reflektiert diese im Kontext der Kulturförderung im Austausch mit nationalen und internationalen Popförderungen. 

Kostendruck und strukturelle Benachteiligung: Städtisches Nachtleben in Gefahr

Das städtische Nachtleben, oft ein Motor urbaner Trends und kultureller Innovation, sieht sich zunehmend mit existenziellen Herausforderungen konfrontiert. Steigende Betriebskosten, höhere Mieten und Gagensteigerungen setzen viele Clubs und Livemusikspielstätten erheblich unter Druck. Zudem erhält die Clubkultur im Vergleich zur Hochkultur ein geringeres Budget an Fördermitteln. Strenge behördliche Auflagen und komplexe Bauverordnungen, erschweren die Eröffnung neuer Clubs zusätzlich. Kleinere Venues wie die im Augsburger Nachtleben, kämpfen um ihre Existenz. Trotz dieser Herausforderungen bleibt eine lebendige und vielfältige Nachtkultur jedoch unerlässlich für das soziale Gefüge und die Attraktivität der Städte.

Kulturförderung im ländlichen Raum: Neue Wege zur Stärkung der Clubkultur

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Unterstützung der Clubkultur im ländlichen Raum zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen ihrer Infrastrukturförderung und der STADT NACH ACHT wird die Initiative Musik ihre neue länderübergreifende Dialogplattform FORM präsentieren. Diese wandernde Rauminstallation und partizipatives Auditorium wird während der Konferenz im Offspace „Zwischenzeit” in Augsburg ausgestellt und bietet u. a. eine „Pop-Arena“ für visionäre Konzepte aus strukturschwachen Regionen, Lobby-Coaching für Kulturschaffende sowie ein fiktives Planspiel zur Kulturförderung.

Themenvielfalt bildet buntes Miteinander im Nightlife ab

Christian Ordon, Geschäftsführer der LiveKomm: „Neben den großen inhaltlichen Linien möchten wir mit der STADT NACH ACHT die ganze Vielfalt des Nachtlebens thematisch abbilden. Daher freuen wir uns auf die Diskussionen mit den rund 100 internationale Experten und den etwa 300 Fachteilnehmern. Im Rahmen der 20 geplanten Panels, Talks und Workshops sprechen wir unter anderem über Drug Checking, Safer Nightlife, Diversität und die aktuelle Krise im Veranstaltungsbereich. Locations der etwas anderen Art, wie Burgen und Schlösser oder Clubschiffe, wollen wir ebenso thematisieren wie die ‚Nacht in Europa‘ oder Cannabis im Nachtleben.“

Katja Lucker, Geschäftsführerin der Initiative Musik: „Clubkultur und ein lebendiges Nachtleben sind essenziell für eine optimistische Zukunft der jungen Gesellschaft. Die STADT NACH ACHT Konferenz und ihre Besucher:innen zeigen, dass selbst in schwierigen Zeiten neue Clubkulturen und vielfältige Szenen entstehen können – auch im ländlichen Raum, den wir als Initiative Musik besonders im Blick haben. Gemeinsam mit der Livekomm sehen wir die kulturelle Stärkung dieser Regionen als zentrale Herausforderung, der wir entschlossen begegnen.”

Die Konferenz findet traditionell in Clubs von LiveKomm-Verbandsmitgliedern statt, sodass der Rahmen authentisch ist. Damit wird die Augsburger Clubszene im neuen Kontext sichtbar gemacht und zelebriert. Zu den Veranstaltungslocations zählen unter anderem die Musikkantine, das 100 Hz und der CityClub. Auch unterstützt die Stadt in der Fußgängerzone am Stadtmarkt die Konferenz mit einer PopUp Zwischennutzung, die Kultur zur Verfügung steht, die „Zwischenzeit“.

[Gemeinsame Pressemeldung] Diesjährige Fête de la Musique erhält Unterstützung von zahlreichen Musikwirtschaftsverbänden

Die diesjährige Fête de la Musique, die am 21. Juni 2024 weltweit gefeiert wird, erfährt eine breite Unterstützung von verschiedenen Musikverbänden aus der Musikwirtschaft. Zu den Unterstützenden gehören der Bundesverband der Freien Musikschulen e. V. (bdfm), der Bundesverband der deutschen Musikinstrumentenhersteller e. V. (BDMH), der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft e. V. (BDKV), der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI), der Verband Deutscher Musikverlage e. V. (DMV), der Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte e. V. (GDM), die LiveMusikKommission – Verband der Musikspielstätten in Deutschland e. V. (LiveKomm), die Society Of Music Merchants e. V. (SOMM) und der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen e. V. (VUT).

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