Wahlprüfsteine der LiveKomm

Für diejenigen unter Euch, die noch unentschlossen sind, hier der Versuch einer Einordnung der Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine der LiveKomm.
 
Alle vollständigen Fragen und Antworten findet ihr auf: www.livemusikkommission.de/livekomm/was-wir-wollen/

LiveKomm @ Reeperbahn Festival 2021

Das Programm steht, wenn auch etwas weniger als in den Vorjahren. Dennoch freuen wir uns Euch vom 22.-24.9. in Hamburg zum Reeperbahn Festival begrüßen zu dürfen.
Das RBF wird in 3G abgehalten und dem schließen wir uns an. D.h. ihr müsst Euch innerhalb unserer Konferenzräume an die AHA Regeln halten und euch vor Ort registrieren.

Der Zugang zum LiveKomm House ist nur über das Konferenzticket möglich.

Unser Programm im LiveKomm House (am 23.9.2021, La Yumba):
11 Uhr – Meet the LiveKomm
Lange Zeit konnten wir uns nur digital vernetzen, nun ganz real: Der Regeneration-Coffee gepaart mit Infos aus dem Verband. Die LiveKomm lädt Ihre Mitglieder und Interessierte Clubbetreiber:innen und Veranstalter:innen zum Branchen-Talk im LiveKomm House

12:30 Uhr – NFC, QR, RFID – ich mach das mit Zetteln – bin ich jetzt oldschool oder hintendran?
Digitalisierung in der Club- und Festivalbranche; Vortrag mit Erfahrungsaustausch ca. 1,5h

13:30– Die Szene in Zahlen: u.a. Präsentation der Clubstudie
via @Initiative Musik

Von uns gehostete Veranstaltungen:
23.9.
13:40 Uhr – Mutierte Festivals, Schmidt Theater
17:00 Uhr – HELGA AWARD, Imperial Theater
18:30 – Lesung Potzblitz 31 + 1 Erleuchtende Liebeserklärungen an meinen Liveclub, St. Pauli Kirche

Weitere Empfehlungen:

Mittwoch, 22.9.
18:30 Uhr – VPBY Network Brunch, Spielbude XL
Donnerstag, 23.9.
10:50 Uhr – Club Culture Reboot, Schmidtchen
12:40 Uhr – STAY ALIVE, Schmidt Theater
16:10 Uhr – Festival Season, Schmidt
17:40 Uhr – Alles von der Kunstfreiheit gedeckt?, EAST Conference Stage

Freitag, 24.9.
11:10 Uhr – Parliament Of Pop, Schmidt Theater
15:40 Uhr – Agency-Festivals – Booster für Musikstädte

In letzter Minute: Bundesgesundheitsminister will sich für die Veranstaltungswirtschaft einsetzen

Jens Spahn spricht mit dem Forum Veranstaltungswirtschaft

Hamburg, 20. September 2021 – In einer Telefonkonferenz hat das Forum Veranstaltungswirtschaft mit dem Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, über nach wie vor mangelnde Perspektiven des Wirtschaftszweigs, Handlungsempfehlungen und das Erfordernis eines kontinuierlichen Dialogs zwischen dem Ministerium und der Branchenvertretung gesprochen. Spahn löste mit dem Gespräch ein Versprechen ein, welches er dem Forum bei einer kontroversen Podiumsdiskussion Ende August in Berlin gegeben hatte. Der Minister sagte zu, dass er sich für einheitliche Regelungen der Bundesländer zur Durchführbarkeit von Großveranstaltungen einsetzen werde. Er könne das aber nur anregen. Zwingen könne er die Länder dazu nicht.

Die Sprecher des Forums kritisierten, dass nicht nachvollziehbar sei, dass es zwar für die Bundesliga einheitliche Verordnungen gäbe, Kultur und Wirtschaftsveranstaltungen aber immer noch mit einem
Flickenteppich unterschiedlichster Regelungen konfrontiert seien. Sie machten dem Minister verständlich, dass auch der Veranstaltungsbetrieb in gleicher Weise auf bundeseinheitliche Regelungen angewiesen sei.

Zum Thema 2G/3G sagte der Minister, dass er 3G grundsätzlich präferiere. In geschlossenen Räumen sehe er aber vorerst keine Alternative zur 2G-Regelung. Die vom Forum Veranstaltungswirtschaft mit der Gesprächsführung beauftragten Verbandsvertreter Marcus Pohl (ISDV) und Prof. Jens Michow
(BDKV) wiesen darauf hin, dass durch 2G immer noch ein Großteil des Publikums ausgeschlossen werde. Der Schwarze Peter einer Entscheidung zwischen 2G und 3G könne daher nicht auf Künstler und Veranstalter abgeschoben werden. Die Forderung, 3G auch indoor als ausreichend zu
betrachten, ließ sich im Gespräch allerdings nicht durchsetzen. „Vier von fünf Erwachsenen sind geimpft“ konterte Spahn. Damit könne man Veranstaltungen auch unter 2G durchführen.

Die Problematik, dass man von den Arbeitnehmern insbesondere der Dienstleister bei Veranstaltungen keine Impfnachweise verlangen könne, war dem Minister natürlich bekannt. Man könne ihr nach seiner Meinung aber nur durch mehr Werbung für die Impfung begegnen. Für das Forum Veranstaltungswirtschaft war das Gespräch der längst überfällige Auftakt eines Diskurses des Ministeriums mit der Branche. „Wie kein anderes Ministerium ist das BGM unseren wiederholten Gesprächsangeboten in den vergangenen Monaten stets aus dem Weg gegangen. Auch wenn die Karten in den kommenden Wochen und wohl sogar Monaten völlig neu gemischt werden, haben wir die Tür zum Ministerium nun endlich zumindest einen Spalt geöffnet. Nach der Wahl werden wir dann hoffentlich endlich in einen dauerhaften Dialog eintreten können“, sagt Marcus Pohl, Vorsitzender der ISDV.

Jens Michow, Präsident des BDKV, ergänzt: „Ich hatte keine großen Erwartungen an dieses Telefonat. Aber wenn Minister Spahn bei dem noch anstehenden letzten Gespräch dieser Regierung mit den
Regierungschefs der Länder zumindest die Schaffung einheitlicher Öffnungsszenarien für Großveranstaltungen und dazu die Einrichtung einer Arbeitsgruppe der Länder anregt, wäre das eine wertvolle Unterstützung unseres laufenden Dialogs mit den Bundesländern.”

Aufruf zur Impf-Aktionswoche #hierwirdgeimpft der Bundesregierung

Auch wenn es aktuell in einigen Bundesländern noch immer keinerlei Perspektive gibt, indoor wieder Tanzveranstaltungen durchzuführen ohne Personen auszuschließen oder wirtschaftlich zu arbeiten, so möchten wir Euch, die Mitglieder der LiveKomm dazu aufrufen, die Aktion #HierWirdGeimpft der Bundesregierung zu unterstützen.
 
Von 13. bis 19. September 2021 sollen für alle Bürgerinnen und Bürger schon jetzt vorhandene Impfangebote sichtbarer werden. Wir möchten daher unsere Mitglieder bitten uns dabei zu helfen, diesen Aktionen und Angeboten eine große Aufmerksamkeit zu verleihen. Denn eines ist klar, erst wenn die Impfquote hoch genug ist, erst dann können wir wieder unter „normalen“ Bedingungen veranstalten und unsere Gäste wieder unbeschwert abgehen!
 
Alle Infos dazu findet ihr hier:
www.hierwirdgeimpft.de
Dort können Impfangebote auf einer Deutschlandkarte eingesehen und hilfreiche Tipps zur Organisation einer Impfaktion vor Ort abgerufen werden.

Parlamentsbeschluss ohne Folgen: Clubkultur wartet auf überfällige Änderung der Baunutzungsverordnung durch das Bundesbauministerium

Berlin/Hamburg, den 06.09.2021

Der parlamentarische Beschluss des Deutschen Bundestag von Anfang Mai entfaltet für die Musikclubs in Deutschland bislang keine Wirkung. In seltener parteiübergreifender Allianz verständigten sich mit großer Mehrheit die Fraktionen von Union, SPD, LINKE, FDP und GRÜNE per Entschließungsantrag u.a. über die Aufforderung, dass die Bundesregierung die Baunutzungsverordnung dahingehend anpasst, dass Clubs und Livespielstätten mit nachweisbarem kulturellen Bezug nicht mehr als Vergnügungsstätten, sondern als Anlagen für kulturelle Zwecke zu definieren.
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Veranstaltungswirtschaft fordert Veranstaltungen ohne Kapazitätsbeschränkungen für 2G + PCR

(PM des Forums Veranstaltungswirtschaft)
Hannover, 24. August 2021 – Im MPK-Beschluss vom 10.08.2021 steht: „Großveranstaltungen, Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, Feiern, Bars und Clubs sind die Bereiche, die mit einem besonders hohen Risiko für Mehrfachansteckungen „superspreading events“) verbunden sind.“ Dabei hätte es den Veranstaltungsunternehmen gereicht, einfach nur eine Antwort auf ihre seit Monaten gestellte Frage zu erhalten: „Was muss denn noch passieren, damit bei Veranstaltungen endlich auf Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen verzichtet werden kann?” Stattdessen hat man es bei vagen Mutmaßungen der von Großveranstaltungen ausgehenden Gefahren belassen, eine Teilnehmerobergrenze von 5.000 Personen festgelegt und es im Übrigen den Ländern überlassen, „durch einschränkende Regelungen oder situationsbezogenen Entscheidungen im Einzelfall die zulässige Teilnehmerzahl und den Zugang zu begrenzen, wo dies erforderlich ist”.

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LiveKomm fordert Lösungen für Clubveranstaltungen im Innenbereich

Die Corona-Pandemie erforderte tiefe Einschnitte in unser aller Grundrechte. Ein wesentlicher Schritt in Richtung Normalität war die Entwicklung von Impfstoffen, welche für Immunität in der breiten Bevölkerung sorgen. Da nun jede:r Bürger:in in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden kann, entzieht sich die rechtliche Grundlage weiterhin Grundrechte und die freie Berufsausübung einzuschränken.

Begründet durch diese Tatsache ergibt sich die Forderung der LiveKomm, die Corona-Beschränkungen zum 01.10.2021 in den Innenbereichen der Clubs aufzuheben.

Jede:r hat das Recht entsprechend einer individuellen Risikoeinschätzung abzuwägen, ob eine Impfung in Anspruch genommen werden kann. Allerdings darf diese freie Entscheidung nicht die Freiheiten derer einschränken, die sich mittels einer Impfung oder durch Genesung immunisiert haben. Auch durch die Tatsache, dass die besonders gefährdeten Menschen einen Impfschutz erhalten haben, entfällt die Grundlage für solch tiefgreifende staatliche Freiheitseinschränkungen.

Daher fordert die LiveKomm, als Bundesverband der Musikspielstätten in Deutschland, den steigenden Impffortschritt und das geringere gesamtgesellschaftliche Risiko in Öffnungsschritten und angepassten Maßnahmen abzubilden. Die Maskenpflicht und Abstandsregelungen für Live- und Clubveranstaltungen sind aufzuheben und die Verordnungen müssen so angepasst werden, damit unter folgenden Voraussetzungen Clubveranstaltungen durchgeführt werden können:

Im Zeitraum vom 08.2021 – 30.09.2021:

  • 100 % Auslastung im Innenbereich der Musikclubs mit Genesenen und Geimpften oder
  • 50 % Auslastung mit PCR-Test-Getesteten + Genesenen und Geimpften
  • Kontakterfassung mittels digitaler Lösung (wie der Corona Warn-App)

Da die gängigen COVID-19-Schnelltests zu unsicher sind, wird für den Einlass in die Musikspielstätten ein negatives PCR-Testergebnis für diejenigen vorausgesetzt, die weder geimpft noch genesen sind. Damit setzen die Spielstätten höhere Standards als zurzeit in den Teststrategien politisch vorgegeben und werden so ihrer Verantwortung gerecht, den Gästen eine sichere Umgebung zu gewährleisten.

Ab dem 10.2021:

  • 100 % Auslastung Innenbereich der Clubs mit Genesenen, Geimpften oder mit negativem PCR-Testergebnis
  • Kontakterfassung mittels digitaler Lösung


Diese Öffnungsschritte setzen eine pandemische Lage voraus, unter der verantwortungsvoll in einem beherrschbaren Geschehen Clubkultur angeboten werden kann. Für eine aussagekräftige Bewertung der Situation müssen in nächster Zeit allerdings weitere Kriterien herangezogen und vom rein inzidenzbasierten Vorgehen abgerückt werden. Die LiveKomm sieht die Hospitalisierungsrate als einen geeigneten Leitindikator an, um die Auswirkungen der Pandemie auf das Gesundheitssystem zu beurteilen, weiterhin muss ebenfalls der Impffortschritt in die Bewertung mit einfließen.

Dazu kann speziell Clubkultur einen wichtigen Beitrag leisten, um die Impfbereitschaft zu steigern und für jüngere Menschen Anreize zu schaffen. Erlebbare Vorteile einer Impfung – wie die Teilhabe an Clubkulturveranstaltungen – motivieren auf positivem Wege und geben Menschen einen Anstoß, die möglicherweise ohne diese Angebote keinen Anlass zur Impfung sehen. Die Clubkultur steht für gesellschaftliche Freiräume, für Suche nach künstlerischer und individueller Freiheit und ist Ausdruck dieser. Sie darf deshalb nicht am langen Arm der Pandemie verhungern.

Der Vorstand der LiveMusikKommission e.V.

Pressemitteilung des Forums Veranstaltungswirtschaft

Sportveranstaltungen mit mehr als 5.000 Besucher:innen möglich aber keine Perspektive für Kultur- und sonstige Veranstaltungen

Regelungen der Länder bleiben hinter den Erwartungen zurück

Hamburg, 7. Juli 2021 – Eine von der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am 10.06.2021 eingesetzte Länderarbeitsgruppe hat Leitlinien für Großveranstaltungen festgelegt. Seit gestern liegt dazu nun endlich ein Beschluss der Staats- und Senatskanzleien der Länder vor, der zumindest
erkennen lässt, in welche Richtung die Reise gehen könnte. Das Forum Veranstaltungswirtschaft begrüßt, dass damit nun zumindest Bewegung in die Diskussion der Durchführbarkeit von Großveranstaltungen gekommen ist. Eine echte Perspektive für die Gesamtbranche ist jedoch nach
wie vor nicht erkennbar.

Regelungen nur für Sportveranstaltungen
Der Beschluss befasst sich im Wesentlichen leider nur mit der Zulassung von Großveranstaltungen im Bereich des Sports. Diese sollen oberhalb einer Grenze von 5.000 Zuschauenden möglich sein, wenn die 7-Tages-Inzidenz am Austragungsort unter 35 liegt und das Infektionsgeschehen klar eingrenzbar
ist. Die Zulassung zur Veranstaltung darf nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete erfolgen. Voraussetzung soll dabei nach wie vor die Einhaltung strikter Hygieneregeln und des Abstandsgebotes durch entsprechende Kapazitätsbegrenzungen, die Gewährleistung der Kontaktnachverfolgung, bedingte Maskenpflicht und ein bestenfalls begrenzter Alkoholausschank
sein. Oberhalb einer absoluten Zahl von 5.000 Zuschauenden soll die zulässige Auslastung bei maximal 50 Prozent der jeweiligen Höchstkapazität, jedoch nicht mehr als insgesamt 25.000 Zuschauenden liegen.

Keine Perspektive für Kulturveranstaltungen
Die Beschlussfassungen zur Durchführbarkeit von Kulturveranstaltungen mit mehr als 5.000 Anwesenden ist leider ziemlich enttäuschend. Hier sollen zukünftig erst auf Grundlage der jeweiligen Landesregelungen Vorgaben für Schutz- und Hygienekonzepte, Kontaktnachverfolgung, Einlassmanagement, Testerfordernisse und Abstands- und Maskenregelungen getroffen werden.
Nachdem Öffnungsperspektiven für die Kultur und sonstige Veranstaltungen bereits beim letzten Bund-/Länder-Gipfel im Juni auf die längere Bank geschoben wurden, gibt es für den Kulturbereich auch weiterhin keine konkreten Vorgaben, die es den Veranstalter:innen erlauben, über das Schicksal hunderter für den Herbst angesetzter Veranstaltungen zu entscheiden. Der Beschluss macht ein weiteres Mal deutlich, dass der Kulturbetrieb in unserem Land offenbar nicht die gleiche Bedeutung
hat wie der Profisport.

Auch teilnehmer:innenbezogene Freiluftevents wie Stadtläufe, Fahrrad- oder
Triathlonveranstaltungen, aber auch Tanzveranstaltungen unter freiem Himmel finden weiterhin keinerlei Berücksichtigung. Sie gehören nachweislich nicht zu den Infektionstreibern – bleiben aber mit starren, zuschauer:innenbezogenen Regelungen weiterhin nicht durchführbar. Hier stirbt ein Stück Bewegungskultur.

Wirtschaftsbezogene Veranstaltungen bleiben völlig unerwähnt
Auf völliges Unverständnis der Verbände des Forums Veranstaltungswirtschaft stößt die Tatsache, dass sich die Länder mit der Durchführbarkeit wirtschaftsbezogener Veranstaltungen offenbar
überhaupt nicht auseinandergesetzt haben. Für Großkongresse gibt es beispielsweise weiterhin keinerlei Perspektive. Von den Ländern fordern die Verbände daher, dass sie endlich auch diesem Teil der Veranstaltungswirtschaft eine Perspektive geben.

Erneuter Regelungs-Flickenteppich droht
Zudem ist dem Beschluss bereits jetzt zu entnehmen, dass z.B. Bayern die maximal zulässige Zuschauer:innenzahl zunächst auf 35 % der jeweiligen Vollauslastung und maximal 20.000 Zuschauende beschränken und ein komplettes Alkoholverbot vorsehen will. Auch Mecklenburg- Vorpommern und Baden-Württemberg tragen die Beschlussinhalte nur unter Einschränkungen mit. Sollten sich derartige Ausnahmen häufen, werden Tourneeveranstalter:innen wieder mit einem Flickenteppich konfrontiert sein, der jede Tourneeplanung unmöglich macht.

Nachdem die mit dem Beschluss getroffenen Maßnahmen ohnehin nur bis zum 11. September 2021 befristet sind, tappen die Veranstalter:innen eines weiteres Mal hinsichtlich einer Antwort auf die Frage im Dunkeln, ob es nach 1½ Jahren Zwangspause im Herbst nun endlich eine Rückkehr zur
Normalität geben kann.

Inzidenz darf nicht ausschlaggebendes Kriterium sein
Im Übrigen ist es erforderlich, dass angesichts des Fortschreitens der Impfungen die Inzidenz – angelehnt an die Praxis von Schleswig-Holstein – nicht mehr als ausschlaggebendes Kriterium für die Genehmigung oder Absage von Veranstaltungen betrachtet wird. Sofern nur die sog. „3 G“
(Geimpfte, Genesene und Getestete) Zugang zu Veranstaltungen erhielten, muss auch auf die Abstandsregelung verzichtet werden und Veranstaltungen ab September 2021 wieder unter Ausschöpfung der maximalen Hallenkapazitäten stattfinden dürfen. Nur so ist eine Rückkehr zu
einem wirtschaftlichen Betrieb möglich. Parallel dazu müssen die laufenden Hilfsprogramme des Bundes bis mindestens Ende 2021 verlängert werden, da aufgrund der langen Planungszeiträume bei Großveranstaltungen unter den aktuellen Bedingungen bei weitem noch keine Entwarnung für die
schwer angeschlagene Veranstaltungsbranche gegeben ist

Das Forum Veranstaltungswirtschaft ist die Allianz sechs maßgeblicher Verbände des Wirtschaftsbereichs: dem BDKV (Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft e.V.), dem EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V.), dem FAMA (Fachverband Messen und Ausstellungen e.V.), der ISDV (Interessengemeinschaft der selbständigen Dienstleisterinnen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft e.V.), dem LIVEKOMM (Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V.) und dem VPLT (Der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik e.V.). Ziel der Allianz ist es, Netzwerke, Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln, um damit und durch einen gemeinsamen Auftritt bei der politischen Lobbyarbeit noch schlagkräftiger zu sein. Der Zusammenschluss der wesentlichen Sektoren der Veranstaltungswirtschaft versteht sich ausdrücklich nicht als Dachverband. Jeder Partner vertritt die spezifischen Interessen seiner Mitglieder auch
weiterhin unmittelbar. Die Schnittmengen der politischen Erwartungen der diversen Sektoren, wie der Kultur-, Messe-, Kongress- und Tagungsveranstaltern, Veranstaltungsstätten, Veranstaltungsdienstleister:innen sowie Hersteller:innen und Händler:innen von Event-Technik, sind jedoch groß und alle Teilbranchen sind eng miteinander verzahnt. Daher wird durch den Schulterschluss der Verbände die
Wahrnehmung des Wirtschaftszweigs durch Politik und Öffentlichkeit erheblich erhöht.

forumveranstaltungswirtschaft.org

Stadt Nach Acht – Die Auferstehung der Nacht

Konferenz bringt die wichtigsten Player der Nachtkultur in Berlin erneut zusammen

Berlin. Vom 25. – 27. 11. 2021 findet zum vierten Mal die ‘Stadt Nach Acht‘, die
internationale Konferenz zur Nacht und Clubkultur statt. Hauptorte der Konferenz sind in diesem Jahr der Berliner Holzmarkt sowie die Clubs Fitzroy und Marie Antoinette. Die richtungsweisende, interdisziplinäre Nightlife-Konferenz widmet sich als Präsenzveranstaltung mit dem Titel ‘RE:SURRECTION’ den wichtigsten Themenkomplexen rund um die Kultur der Nacht: Nachtökonomie, Gesundheit & Sicherheit, Kultur der Nacht & die Stadtentwicklung.

„Stadt Nach Acht – Die Auferstehung der Nacht“ weiterlesen