Definition und Schwerpunkte

Die Funktion von Live-Musikspielstätten
Live Musik Clubs haben im musikalischen Betrieb einen zentralen Stellenwert. Sie sind Kinderstube für die Popstars von morgen und Pensionskasse für Bühnenhelden von ehedem. Sie liefern die lokale konzertante Grundversorgung und müssen sich dabei gut stellen mit Nachbarn und Behörden. Wirksam gefördert werden Clubs nur in manchen Regionen, aber viele stehen vor einer nationalen, wenn nicht internationalen Konkurrenzsituation im Wettstreit um das hippste Konzept.

Definition von Musikspielstätten
Die LiveMusikKommission (kurz LiveKomm) versteht unter Musikspielstätte einen Ort musikalischer Prägung, der mindestens 24 Veranstaltungen pro Jahr nach dem U-K Tarif (Live-Konzerte) abrechnet. Die Besucherkapazität beträgt maximal 2.000 Personen. Treten in der Spielstätte überwiegend DJs auf, so muss die Mehrzahl der Veranstaltungen durch “künstlerische DJ’s”, das sind DJs, die Musik produzieren und/oder Labels betreiben, bestritten werden

Neben den oben beschrieben „Clubs“ zählt auch der Großteil der kleinen und mittelgroßen Festivals als Musikspielstätte. Es gibt eine große Themengleichheit zwischen Clubs und Festivals und auch die Ansprechpartner unterscheiden sich häufig nicht voneinander (z.B. GEMA, KSK, Lärmschutz, Anwohner, (Bühnen)Baurecht, Parkplätze, Gebietsschutz, Nachwuchsförderung, etc.). Zudem haben Festivals meist auch identische Spielstätten (feste Orte), die wiederholt bespielt werden. Kleine und mittlere Festivals haben max. 10.000 Besucher pro Tag. Sogenannte „Umsonst & Draussen Festivals“ sollen ohne Besucherobergrenze aufgenommen werden. Zur Abgrenzung zu Stadtfesten u.ä. sollen mindestens 51% der gebuchten Künstler mit eigenen Songs oder künstlerische DJs auftreten.

Clubs und Festivals die den oben genannten Kriterien entsprechen, können mittels Beitragserklärung an den Regional- bzw. Landesverband (falls diese Festivals aufnehmen wollen) oder die Bundesgeschäftsstelle der LiveKomm beitreten. Über Ausnahmen entscheidet der Vorstand und unterrichtet darüber die Mitgliederversammlung.

Die Mitglieder der LiveKomm verstehen sich als Kulturbetriebe. Die LiveKomm ordnet sich daher in die Branche der Kultur- und Kreativwirtschaft ein und ist ein wesentlicher Teil der Musikwirtschaft.

Die Betreiber- und Trägerschaftsmodelle der Musikspielstätten sind kein Kriterium. In der LiveKomm finden sich sowohl privatwirtschaftliche Bühnen, als auch gemeinnützige Institutionen, Kapitalgesellschaften genauso wie Einzelunternehmen, eingetragene Vereine wie auch kommunale Betriebe. Öffentlich geförderte Spielstätten stehen im Verbund mit nicht geförderten Unternehmen.

Die Verbindungen von Leidenschaft und Wirtschaft, Kunst und Kommerz, gesellschaftlicher Orientierung und rebellischer Attitüde des Underground sind die Besonderheiten des Verbandes. Im Mittelpunkt steht bei allen Mitgliedern aber die Musik.

Unsere konkrete Grundforderungen und die Erwartung erster Erfolge durch die Arbeit des Verbandes:

– einen verträglich GEMA-Tarif erreichen,
– Emissionsgesetzgebung mit Augenmaß,
– Umsatzsteuergesetzgebung mit Planungssicherheit,
– Förderung der musikalischen Spielstätten durch die Wirtschafts- und Kulturförderinstrumente der öffentlichen Hand
– Nicht zuletzt müssen wir unsere LiveMusikKommission strukturell entwickeln und ein finanziell tragfähiges Konzept entwickeln.

Organe und Arbeitskreise
Das wichtigste Organ ist die Mitgliederversammlung auf die die Landesverbände und Regionalstrukturen Delegierte entsenden. Regelmäßig finden Vorstandssitzungen statt. Arbeitskreise werden nach aktuellen Erfordernissen eingerichtet, bzw. begleiten den Aufbau des Netzwerkes kontinuierlich.

Es gibt Arbeitskreise zu den folgenden Aufgaben:

– Finanzen und Struktur
– Kommunikation
– Abgaben und Steuern
– Netzwerkaufbau
– Statistik und Lobbyarbeit
– Beitragsordnung und Stimmrecht

Infofaltflyer LiveKomm (931KB)

Protokoll der Jahresmitgliederversammlung LiveKomm (126KB)